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Strategie / Adam  Thirlwell



Strategie

Adam Thirlwell


S. Fischer Verlag
Übersetzer: Clara Drechsler & Harald Hellmann
Rezension ist von 02/2004
Leserschwert-Genre: Seltsam

Auf der Suche nach dem perfekten Sex

„Als Moshe behutsam die pinkfarbenen, plüschbesetzten Handschellen um die Handgelenke seiner Freundin schließen wollte, bemerkte er eine winzige Falte auf ihrer Stirn.“ Ein Satz sagt mehr als tausend Worte. Dieser hier eröffnet das ,Vorspiel‘ zu jenem eleganten und originellen Roman, der die britische Kritikerzunft in kollektives Jauchzen versetzte. ,Vorspiel‘ deshalb, weil es ein Buch über Sex ist, besser gesagt, über die Suche nach dem perfekten Sex. Eine Sache also, die – sofern man sie mit einer dem Thema angemessenen Ernsthaftigkeit angeht – schnell schlüpfrig werden kann, abgleitet … und sich in den siebten Himmel der Komik schraubt.
Das „Wunderkind der britischen Literatur“ (Times Magazin) hat da wirklich ein kleines Wunder vollbracht. Adam Thirlwell (Bj. 78) tunkt seine Protagonisten Moshe und Nana in eine übersättigte Welt der erotischen Phantasien, in der geil hechelndes Nachhinken die einzig mögliche Fortbewegungsart ist. Selbst als sich die emsigen Stellungskrieger bei ihren strategischen Versuchen, die Lust mit dem Löffel zu fressen, die Lesbe Anjali zu einer ménage à trois ins Bett holen, bleibt der Leser der lachende Dritte. Nicht etwa, weil Thirlwell die beiden bloßstellt – ganz im Gegenteil, der Autor kümmert sich rührend um sie – sondern weil sich die böse Realität einfach keinen Fick entgehen lässt. Ein grandioses Debüt.
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