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Grabkammer / Tess Gerritsen



Grabkammer

Tess Gerritsen


Limes Verlag
Erscheiungstermin: 05/2009
Übersetzer: Andreas Jäger
Rezension ist von 09/2009
Leserschwert-Genre: Thriller

Beruf und Berufung

Der so genannte ,Romantische Thriller’ gehört zu jenen seltsamen belletristischen Genre-Kreuzungen, denen der Rohrkrepierer quasi in die Wiege gelegt wurde. Weder Fisch, noch Fleisch. Diese Erfahrung musste auch die 1953 in San Diego, Kalifornien, geborene Autorin Tess Gerritsen machen. Als ausgebildete Ärztin, die in der Babypause den Weg zur Tastatur fand, veröffentlichte sie 1987 mit ihrem ersten Roman „Der Anruf kam nach Mitternacht“ einen astreinen Gähner – weitere Romane der Marke ,hart aber herzlich’ folgten. Dann aber besann sich Tess Gerritsen ihres medizinischen Insiderwissens und brachte 2001 „Die Chirurgin“ in Position – und mit ihr Detective Jane Rizzoli, eine authentisch modellierte Serienheldin, deren impulsivem Charakter sie wenig später die unterkühlte Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles zur Seite stellte. Seitdem mischt Gerritsen konstant in der Kategorie ,Crime Ladies’ an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten mit. Beide Figuren haben zwar nach wie vor einen romantischen Sidekick, den führt Gerritsen jedoch gekonnt an der kurzen Leine. Der Rest ist Thrill pur. Das gilt auch für Rizzolis siebten Fall, der letzten Sommer auf Deutsch erschienen ist und das kongeniale Duo in einer mysteriösen Grabkammer im Keller eines Bostoner Museums vor ein grausames Rätsel stellt … Definitiv nichts für schwache Nerven.
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