suche

impressum



fundgrube
Das Rachel-Tagebuch / Martin Amis
Ich geb’s offen zu: Bisher dachte ich, der „bad boy“ der englischen Literatur hätte sein Debüt mit ...

weiterlesen

Der Verräter / Joseph Finder
Stimmt schon, am Leser ist es ein Akt reinster Frechheit, wenn ein Verlag ein bereits verö ...

weiterlesen

Mit den Sternen kamen die Taler / Peter & Alexander
Die beiden Irren sind also wieder unterwegs: Angelo, Latin Lover mit Hang zu selbstbewusstem Handeln ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao / Junot Díaz



Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao

Junot Díaz


S. Fischer Verlag
Erscheiungstermin: 03/2009
Übersetzer: Eva Kemper
Rezension ist von 03/2009
Leserschwert-Genre: Real Life

Preisgekrönt

Als der ungarische Großbürgerspross József Pulitzer anno 1864 als knapp 18-Jähriger nach Amerika auswanderte, landete er als einfacher Soldat im 1. New York Kavallerie-Regiment. 20 Jahre später war er einer der einflussreichsten Zeitungs-Herausgeber der USA. Pulitzer lebte also, trotz gesundheitlicher Probleme (er hatte vermutlich Diabetes), den amerikanischen Traum. Daher wundert es wenig, dass sich bis heute vor allem Schriftsteller in die Siegerliste des nach ihm benannten Literaturpreises eintragen konnten, die dieses Amerika als geistige Matrize ihrer Romane aufrollten: von Arthur Miller oder Ernest Hemingway über Philip Roth oder John Updike bis hin zu Jeffrey Eugenides oder Cormac McCarthy. In diese erlesene Reihe von US-Autoren fügt sich auch der Pulitzer-Preisträger 2008 wunderbar ein – nur, dass Junot Díaz, 1968 in der DomRep geboren, sein Amerika-Bild aus den Augen eines jungen Einwanderers zeichnet, der die Rolle des gesellschaftlichen Außenseiters zur tragikomischen Perfektion [*] treibt. Die in allen Säften und Giften des Lebens brodelnde Geschichte seines Antihelden Oscar Wao ist ein ungeheuer intensiver Trip durch das Niemandsland zwischen zwei Kulturen – wild, wundersam und witzig.

[* … die phasenweise stark an John Kennedy Tooles Kult-Roman „Ignaz oder die Verschwörung der Idioten“ erinnert, für den dieser übrigens nach seinem traurigen Suizid im Jahre 1981 posthum den Pulitzer-Preis verliehen bekam.]

Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!