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Ruhm / Daniel Kehlmann



Ruhm

Daniel Kehlmann


Rowohlt Verlag
Erscheiungstermin: 01/2009
Rezension ist von 01/2009
Leserschwert-Genre: Erzählkunst
1 Besucherkommentar zu diesem Buch.

Ein begnadeter Erzähler

„Der Ausgangspunkt war ein formaler. Es gibt ja diese schöne Tradition der verbundenen Kurzgeschichten, wo in einer Erzählsammlung ein paar Figuren wiederkehren, ein paar Verbindungen da sind. Meine Idee war nun, das wesentlich weiter zu treiben und zu verdichten, oder anders gesagt: die Form des Episodenfilms auf den Roman zu übertragen – also einen Roman zu schreiben, der aus Episoden besteht, jede abgeschlossen, aber alle eng zusammengehörend in einem großen Bogen.“ Was sich hier in den Worten von Daniel Kehlmann so unaufgeregt liest, ist in Wirklichkeit ein mutiges Korsett für ein literarisches Bravourstück – im Fall des 1975 in München geborenen und wahlweise in Wien oder Berlin lebenden Starautors sogar fast ein übermütiges. Denn nachdem sein letzter, in 40 Sprachen übersetzter Roman "Die Vermessung der Welt" monatelang die internationalen Bestsellerlisten anführte, unzählige hochkarätige Preise abräumte und es in der New York Times auf Platz 2 der Liste der bestverkauften Bücher 2006 schaffte, lag die Latte für Kehlmanns neuen Roman in einer Höhe, in der die Luft bereits verdammt dünn wird. Dass er diese mit einem formal derart gewagten Werk ganz locker überspringt, beweist nicht nur, dass er den nahezu hysterischen Hype rund um die "Vermessung" cool verarbeitet hat, sondern vor allem, dass er den Thron verdient, auf den ihn die Medien hievten. Die virtuosen literarischen Variationen, mit denen Kehlmann die seltsamen Einzelschicksale seiner Figuren in einen Hut zaubert, zeigen einen begnadeten Erzähler, der die sprachliche Dressur ebenso sattelfest beherrscht wie das Rodeo. "Ruhm" ist komisch, tiefgründig, subtil – und irre gut.



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Stefan schrieb am 10.03.09, 17:25War ganz interessant.


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