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Shantaram / Gregory David Roberts



Shantaram

Gregory David Roberts


Goldmann Verlag
Erscheiungstermin: 09/2008
Übersetzer: Almut Münch & Sibylle Schmidt
Rezension ist von 09/2008
Leserschwert-Genre: Real Life

Auf der Flucht

Spätestens seit die Meldung die Runde machte, dass sich Hollywoods Gipsy King Johnny Depp die Filmrechte (mitsamt der für ihn maßgeschneiderten Hauptrolle) an „Shantaram“ gesichert hat, brachte dieser Roman die Tastaturen der Kritiker zum Glühen; mit durchaus unterschiedlichen Resultaten. Die Meinungen der internationalen Fachpresse reichten vom episch-epochalen Lebensbericht bis zur abgelutschten New-Age-Fantasie. Beides nicht ganz zu Unrecht. Denn der Bestseller des australischen Autors Gregory David Roberts, der hier sein Alter Ego durch eine opulente Abenteuerschwarte jenseits der 1000-Seiten-Grenze navigiert, reizt das Spannungsfeld zwischen autobiografischer Färbung und fett aufgetragener Farbpracht bis in die letzten Winkel seiner Geschichte aus.
Zur Story: Nachdem ihn die Heroinsucht via angewandter Beschaffungskriminalität in den Hochsicherheitstrakt eines australischen Gefängnisses bringt, schafft es Roberts (alias „Mr. Lindsay“) nach einer spektakulären Flucht auf Platz 1 der Fahndungs-Charts seines Landes. Mit gefälschten Papieren schlägt er sich bis nach Bombay durch, wo ihm das Schicksal zwei völlig konträre Menschen in den Weg stellt: den lebensklugen Prabaker, einen chronisch lächelnden Stadt-Guide, der Roberts die exotische Schönheit Indiens mit der gleichen Intensität vor Augen führt wie das Elend der Menschen in den Slums. Und die ebenso attraktive wie undurchsichtige Exil-Schweizerin Karla, die Roberts nicht nur ins Reich der Leidenschaft, sondern auch in einen brodelnden Sumpf aus Korruption und Verbrechen zieht, den der – mittlerweile zum Shantaram („Mann des Friedens“) gewandelte – Outlaw aus seinem früheren Leben nur allzu gut kennt … Unterm Strich: Ein großes Abenteuer mit kleinen gutmenschlichen Schwächen.
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