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Chop Suey / Tom  Robbins



Chop Suey

Tom Robbins


rororo paperback Verlag
Erscheiungstermin: 06/2007
Übersetzer: Pociao
Rezension ist von 06/2007
Leserschwert-Genre: Stories

Wahnwitz in kleinen Happen

„Man nehme eine geniale Kellnerin, eine Mondschein-Furzkissen-Sonate, einen Kannibalenkönig und sein Tamtam und vermische alles an dem Tag, an dem die Erde Warzenschweine ausspuckte … Heraus kommen ,Chop Suey’ und weitere Fragen nach dem Sinn des Lebens. Köstlich!“ Mal ehrlich, was soll ein Leser, der die Pubertät halbwegs schadenfrei hinter sich gebracht hat, von einem Buch mit einem derartigen Klappentext halten? Ganz einfach, er soll sich denken: Das hier ist ein Buch von Tom Robbins, und jede Art von Klappentext ist daher von vornherein gnadenlos zum Scheitern verurteilt. Noch besser: Er soll überhaupt nicht denken. Denn Tom Robbins ist der natürliche Feind des gesunden Menschenverstands. Der US-amerikanische Kultautor, der in seinen bisher acht Romanen (allen voran sein Meisterstück „PanAroma. Jitterbug Perfum“) mit eindrucksvoller Konsequenz bewiesen hat, dass sein Wahnsinn durchaus System hat und dass seine ,Robbinsonaden’ trotz ihrer bodenlosen Skurrilität intellektuell gut unterkellert sind, ist der Clown unter den Philosophen oder der Philosoph unter den Clowns. Und gerade sein neues Buch „Chop Suey. Wild Ducks Flying Backwards“ – eine sammelsurische Mischung aus Geschichten, Gedichten und Gedanken – serviert potentiellen Neueinsteigern sprachlich feine, hirngerecht zubereitete Appetizer und bietet damit die relativ ungefährliche Möglichkeit für einen Probegalopp durch das literarische Universum von Tom Robbins, in dem drogengrelle New-Age-Blitze zucken, schamanistischer Sex zur Erleuchtung führt und die existentielle Unordnung als kosmische Kraft fungiert. Wem bei der Verkostung von „Chop Suey“ der Wahnwitz auf der Zunge zergeht, während die Synapsen fröhlich klingeln, sollte also keinen Moment zögern, sich Robbins’ Romane zur Brust zu nehmen.

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