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Gonzo Generation / Hunter S. Thompson



Gonzo Generation

Hunter S. Thompson


Heyne Verlag
Erscheiungstermin: 05/2007
Übersetzer: Teja Schwaner
Rezension ist von 05/2007
Leserschwert-Genre: Essays

Kniet nieder, Neider

„Nur ein gottverdammter Irrer könnte so etwas schreiben und hinterher noch behaupten, es sei wahr.“
Das Beste aus den Gonzo-Papers: Ein Untertitel, der jedem Hunter-Fan das Wasser so schleusenlos in den Mund schießen lässt, dass er Gefahr läuft, wie ein geiler Idiot aus den Winkeln zu sabbern. Denn wiewohl Mr. Thompson – der sich bekanntlich im Februar 2005 selbstfinalisierend eine Kugel durch den Kopf jagte – den meisten als Autor des komplett durchgeknallten Roman-Tripps „Fear and Loathing in Las Vegas“ bzw. dessen Verfilmung, an die sich 1998 Terry Gilliam mit Johnny Depp und Benicio Del Toro wagte, ein Begriff sein dürfte, sind es genau diese Essays, Artikel und Reiseberichte, die Dr. Gonzo in seiner unübertroffenen journalistischen Geisteskraft abbilden: als exzessiven Exzentriker und akribischen Denker, der seinen brachialen Bihander mit der stilistischen Eleganz einer Florett-Klinge führte und mit der instinktiven Intelligenz eines Kugelblitzes durch das US-Establishment wilderte. Schon allein der bisher unveröffentlichte „Waschzettel für Fear and Loathing in Las Vegas“ entlohnt den Käufer dieser 570-Seiten starken Textsammlung reichhaltig. Denn dort zieht Thompson etwa über den von ihm (in Anlehnung an William Faulkners Überzeugung, die beste Dichtung sei weitaus wahrer als jede Art von Journalismus) kreierten Gonzo-Stil folgende nüchterne Bilanz: „Wobei ich nicht sagen will, dass Dichtung notwendigerweise ,wahrer' als Journalismus ist – oder umgekehrt – sondern, dass es sich sowohl bei ,Dichtung' wie bei ,Journalismus' um künstliche Kategorien handelt; und dass beide Formen in ihren Sternstunden nur zwei verschiedene Mittel zum selben Zweck sind.“ Nun, dieses Buch ist randvoll mit derartigen Sternstunden. Verfasst von einem, der „die Schreiberei schon immer als den hassenswertesten aller Jobs“ angesehen hat. Und weiter: „Vielleicht gleicht es darin dem Ficken – es macht nur den Amateuren Spaß. Alte Huren haben nicht viel zu kichern.“

Bewertung

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