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| AusgeliefertLee Child Heyne Verlag Erscheiungstermin: 04/2007 Übersetzer: Heinz Zwack Rezension ist von 04/2007 Leserschwert-Genre: Thriller
 Reacher lightEin sicheres Indiz dafür, dass ein Autor in die erste Liga des internationalen Lesemarkts aufrückt, ist die verlegerische Wiederbelebung seines Frühwerks. Das freut den Fan, hat aber auch seine Tücken. Weil nämlich Verlage in diesem Fall nicht dazu neigen, einen „Vorsicht: Altes Buch!“-Button auf ihre neu edierten Titel zu klatschen, muss sich der unbedarfte Leser ins Kleingedruckte auf Seite 4 zoomen, um zu erfahren, in welchem Jahr das Original erschienen ist. Nun ist zwar einerseits das Alter an sich natürlich kein Qualitätskriterium, andererseits lässt sich nicht leugnen, dass viele Autoren einen gewissen Reifeprozess durchmachen, bis sie zu ihrer Sprache finden. Und dann passiert das: Ein Leser verschlingt ein Buch, ist hin und weg, rennt in die Buchhandlung, holt sich das ,nächste' (das in echt das vorvorvorletzte ist), schlingt wieder und denkt: „Hä?“ Des langen Intros kurzer Sinn: Der Brit-Ami Lee Child, dessen „Janusmann“ vor wenigen Wochen an dieser Stelle abgefeiert wurde, ist so ein Autor. Und sein Serienheld Jack Reacher eine Figur, die sich erst in der grellen Überzeichnung ihrer Eigenschaften zur vollen Würze entfalten konnte. Dazu fehlte dem Jung-Child aber anno 1998, als sein zweiter Roman „Ausgeliefert“ im Original („Die Trying“) erschien, aber offensichtlich noch der Übermut. Die Story, die Reacher zufällig in den diabolischen Masterplan des größenwahnsinngen Kommandanten einer paramilitärischen US-Miliz spült, hat zwar durchaus Spannkraft, der direkte Zug zum Showdown, die kompromisslose Härte und vor allem die brutale Kälte des Ex-Miltärpolizisten und Brachial-Machos Jack Reacher – also exakt jene Tugenden, die Lee Child in die Spitze des Genres heben – klingen hier erst zart an. Nur: Zart passt einfach nicht zu diesem Mann. Und diese fehlende Konsequenz, die von der Zukunft eingeholt wurde, verursacht mitunter leichte Phantomschmerzen.
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