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Battle Royale / Koushun Takami



Battle Royale

Koushun Takami


Heyne Hardcore Verlag
Erscheiungstermin: 8/2006
Übersetzer: Jens und Akiko Altmann
Rezension ist von 9/2006
Leserschwert-Genre: Hardcore-Thrill

Zehn kleine Negerlein auf die harte Tour

Asien in nicht allzu ferner Zukunft: Japan, China und Nordkorea haben sich zu der politisch und wirtschaftlich luftdicht abgeschotteten Massenrepublik Großostasien zusammengeschlossen, in der ein totalitäres Machtregime aus Gewalt, Unterdrückung und Denunzierung ein perfekt kontrollierbares Gesellschaftssystem aufgebaut hat, in dem ein Menschenleben ungefähr soviel Wert ist wie der Pfurz einer Ameise. Dazu gehört auch die Battle Royale, ein Experiment, das einerseits der Gewinnung militärpsychologischer Erkenntnisse, andererseits der Befriedigung der Wettleidenschaft der politischen Machthaber dient. Die Regeln dieses „Spiels” sind denkbar einfach. Jedes Jahr werden einige Schulklassen per Zufallsgenerator ausgewählt, auf einem zuvor evakuierten Gelände – im konkreten Fall eine kleine Insel – ausgesetzt, mit Proviant und Waffen ausgerüstet und dann ihrem Schicksal überlassen. Und dieses Schicksal heißt: Töten oder getötet werden. Denn am Ende darf nur ein „Sieger” übrig bleiben … Nun, es ist kein Zufall, dass der Heyne-Verlag diesen japanischen Albtraum aus dem Jahr 1999, der auch als Vorlage für mehrere (von der Zensur zerstückelten) Kinofilme und Mangas Kultstatus erreicht hat, in seiner „Hardcore“-Reihe ediert. Wobei es weniger die expliziten, bestialischen Gewaltszenen, mit denen der Autor Koushun Takami die Anzahl der Schülerinnen und Schüler von anfangs 42 sukzessive nach unten schraubt, sind, die einem als perverse Kälte über den Rücken schleichen, sondern die vollkommene Sinnlosigkeit, die diesen Teenagern, deren gesamte Existenz auf Zukunft gepolt ist, das Leben im Keim erstickt. Und die emotionale Ausweglosigkeit. Denn letztendlich dreht sich bei der Battle Royale alles um zwei existenzielle Fragen: Wem kann ich vertrauen? Und wie lange …?

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