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Das Pentagramm / Maxime Chattam



Das Pentagramm

Maxime Chattam


Goldmann Verlag
Erscheiungstermin: 03/2006
Übersetzer: Bettina Runge und Eliane Hagedorn
Rezension ist von 04/2006
Leserschwert-Genre: Thriller

Das Haar in der Blutsuppe

Seit uns US-Produzent Jerry Bruckheimer in die glückliche Lage versetzt hat, anhand des jeweiligen CSI-Teams, das in der TV-Primetime seinen Serien-Dienst tut, haargenau zu identifizieren, welcher Wochentag ist, kriecht die Forensik auch vermehrt in die Ritzen der Thriller-Literatur. Man kann schon fast von einem Genre im Genre sprechen; und der französische Newcomer Maxime Chattam, der während eines einjährigen Kriminologie-Trainings tief in die Geheimnisse der Gerichtsmedizin und der forensischen Psychologie schnüffelte, zählt zu den Top-Surfern auf dieser Trendwelle. Allerdings begnügt sich sein Debüt, das der Autor im zarten Alter von 25 Jahren schrieb, nicht mit hochtechnisierten Laboranalysen, tiefenpsychologischem Täter-Profiling und kulinarischen Obduktionen, sondern Chattam garniert seinen schonungslosen Blut-&-Beuschel-Plot geschickt mit Versatzstücken aus der Okkultismus-Kiste. Im Zentrum der Handlung steht der junge US-Detective Joshua Brolin, der eine Serie von bestialischen Ritualmorden untersucht und diese, nach einem dramatischen Showdown, der mit einer 9mm-Kugel im kranken Hirn des Killers endet, ad acta legen kann. Doch ein Jahr später tauchen plötzlich wieder verstümmelte Frauen-Leichen auf, und der ,modus operandi’ dieser Taten entspricht exakt jenem des „Schlächters von Portland". Zunächst geht Brolin natürlich von einem sogenannten Copycat aus, doch als er und sein Ermittlungsteam an die DNA des potenziellen Nachahmungstäters rankommen, stehen sie vor einem unerklärlichen Phänomen … Rasend originell ist diese Mischung aus Hannibal Lecter, CSI und Akte X zwar nicht, der wirklich gut getimte Tempowechsel zwischen blutigem Thrill und trockener Analyse sorgt aber für ein knisterndes Spannungsfeld. Vorsicht: nichts für leichte Mägen!

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