suche

impressum



fundgrube
Profit / Richard Morgan
Grelldüstere Zukunftsszenarien, in denen der neo-liberalistische Hardcore-Kapitalismus auch die ...

weiterlesen

Der Janusmann / Lee Child
„Zugegeben, es gibt Autoren, die mich süchtig machen. Lee Child ist einer von ihnen.“ Dieses ...

weiterlesen

Generation Nix / Herman Brusselmans
„Von Zeit zu Zeit wird mir bewußt, daß kein Schwein auf die Idee kommt, daß dieser ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Bananenfüße / Milena Moser



Bananenfüße

Milena Moser


Blessing Verlag
Rezension ist von 11/2001
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

In den Nebenstraßen von San Francisco

Diese Dame lässt nichts anbrennen: Milena Moser, Zürcher Jahrgang 1963, hat sich zwar bereits mit ihrem ersten Roman „Die Putzfraueninsel“ auf ein Genre eingeschossen, nämlich leicht-lustig-verdauliche Alltagskost mit einer Prise zynischem Weibs-Pfeffer, dieses aber immer wieder nett und mit zunehmender Boshaftigkeit variiert. „Das Schlampenbuch“, „Blondinenträume“, „Das Leben der Matrosen“ oder „Artischockenherzen“ zählen zwar definitiv nicht zu jenen Romanen, mit denen ein Bücherregal zur intellektuellen Visitenkarte wird, aber für gut gewürzte Kurzweil sorgen sie allemal. Und Bestseller sind nun mal Bestseller.
In ihrem neuen Literatur-Quickie „Bananenfüße“ verramscht Moser, deren Fließband seit ein paar Jahren in San Francisco rattert, eine völlig abgedrehte Emigranten-Familien-Story mit ihren Eindrücken aus der neuen Welt. Milena Moser surft in ihrem gewohnt flüssigen Stil (phrasenweise würde ein etwas tieferes Flussbett nicht schaden) durch ein Panoptikum des American Way of Wahnsinn (die schweizerische Perspektive bietet dabei reichlich Schlupflöcher fürs Groteske), und wie bei allen ihren Büchern zeigt sich vor allem eine Stärke: Die Figuren sind äußerst plastisch geknetet. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sie hier teilweise als Geister auftreten. Fazit: Ein Roman, wegen dem man – und vor allem frau – gerne den Fernseher abwürgt.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!