suche

impressum



fundgrube
Der Judas-Code / James Rollins
Eines gleich mal vorweg: Ein Mann, der im wahren Leben auf den klingenden Namen Jim Czajkowski h& ...

weiterlesen

Philip K. Dick. Sämtliche SF-Geschichten in 10 Bänden / Philip K. Dick
Es ist schon verblüffend, wie sich die Zeiten ändern. Noch vor ein paar Jahren galt der ...

weiterlesen

Erklär mir Österreich / Robert Menasse
„Es erscheint aussichtslos. Das Bild, das sich die Welt heute von Österreich macht, ist genauso ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Perlen für die Säue / Peter Johannes



Perlen für die Säue

Peter Johannes


Ullstein Verlag
Rezension ist von 4/2001
Leserschwert-Genre: Satire

Kurz vor Redaktionsschluss

Zugegeben, wenn man seine trockenen Brötchen selbst in der Medienbranche, die laut Volksmund in Sachen Undurchsichtigkeit lediglich von der hohen Politik unterbuttert wird, verdient, stürzt man natürlich in besonders gieriger Geiermanier auf einen Roman herab, der erstens tief im Sumpf dieser Szene wühlt und zweitens bereits im Titel so viel Wahrheit offenbart. Da geht’s uns Journalisten nicht anders als jedem x-beliebigen glibbrigen grünen Männchen, das einen SciFi-Heuler rezensieren soll. Aber tun wir mal so, als gäbe es diesen inzüchtigen Blick nicht, tun wir mal so, als wäre Peter Johannes in Wirklichkeit nicht ein Pseudonym des Brancheninsiders Gundolf S. Freyermuth, der u.a. für Spiegel, stern und Tempo arbeitete. Wieviele Perlen und, vor allem, wieviele Säue bleiben dann übrig …?
Jede Menge. Denn dieser Roman glänzt vor allem durch seinen exzellenten Aufbau. Am Anfang steht der Mord an einem Chefredakteur, der das Wort Moral nicht mal buchstabieren konnte und kurz vor dem geschmacklosen Höhepunkt seiner untergriffigen Karriere stand. Und dann schickt uns Freyermuth in eine lange Mordnacht, in der er gekonnt mit Perspektiven, Zeitabläufen und äußerst plastischen Charakteren jongliert, bis aus den vielen bunten Mosaiksteinen ein großes, schwarzes Unsittengemälde entsteht. Fazit: Willkommen am Boulevard des Lebens.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!