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Das Schimpfwörterbuch

Richard Weihs


Uhudla Verlag
Rezension ist von 11/2000
Leserschwert-Genre: Sachbuch

Wien - 2000 Mal beim Wort genommen

Richard Weihs, K. u. Kabarettist und Ab-Hof-Liederant, fiel vor nicht allzu langer Zeit (aber vor der Rechtschreibreform) der so genannten „Wiener Wut“ anheim und nützte diesen poetisch-kontemplativen Zustand, um „Das Schimpfwörterbuch“ zu editieren, in dem sich zwischen „Aansertrott’l“ (1A-Idiot) und „Zylindervargoider“ (anal verkehrender Homosexueller) allerhand Wissenswertes, wiewohl nicht einwandfrei politisch Korrektes findet: So erfährt beispielsweise der Weiberheld, dass er sich in Wien als „Futlapperl-Desperado“ einen Namen gemacht hat, die Polizistin handelt als „Dutt’lsheriff“ amt, ihr männlicher Kollege schreitet als „Obfiamitt’l“ ein, und allzu beflissene Karrieristen müssen sich dem „Schas mit Schubumkehr“ stellen.
Besonderes Augenmerk verdient allerdings der in drei Eskalationsstufen gegliederte Anhang, dem man sogar ganze Redewendungen entnehmen kann. Hier ein paar Beispiele: (abschätzig) „Waun i so an Oasch hätt, wia dem sei G’sicht, daun tat i hinter’m Schleier scheiß’n!“ Oder: (auffordernd) „Schiab di in’s eig’ne Oaschloch, daunn geh scheiß’n und loß owe!“ Oder mit Nachdruck: (derb) „I sauf dar a Aug aus und loß da des aundre zum Rean!“ Und weil’s so schön ist, noch ein Zuschlag: „I passier di duach’s Kanäugitter, dass die Rotz’n glaub’n, es regn’t Ketschup!“ „I ram dar in Oasch aus, dass da de Schaß beim Mäu aussepfeif’n!“ Verlag und Autor übernehmen übrigens keinerlei Haftung bei eventueller Anwendung …
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