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Generation Nix / Herman Brusselmans



Generation Nix

Herman Brusselmans


Ullstein Verlag
Rezension ist von 5/1999
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Zigarettenasche im Gefrierfach

„Von Zeit zu Zeit wird mir bewußt, daß kein Schwein auf die Idee kommt, daß dieser Name, wenn man sich auch nur ein bißchen mit ihm auseinandersetzt, etwas bedeutet. Daß er schäumende Kotze bedeutet. Nein, bei Foaming Vomit denken alle – immer vorausgesetzt, sie denken überhaupt – sofort an die Rockband gleichen Namens, die Band, die von GUESS? gesponsert wird und die einen Drummer hat, der mir ähnlich sieht. Alle Jubeljahre durchschaut einer, daß ich es tatsächlich bin.“
Die Zwischenzeit vertreibt sich der umtriebige Herman mit seinen beiden Lieblingsbeschäftigungen: Musikhören und Zigarettenasche-Einfrieren. Außerdem weiß Herman, daß man die weiblichen IQ-Bestien aus der Reich-&-Schön-Society ohne Probleme ins Bett bekommt, wenn man sie mit tiefgründigen Erkenntnissen über das Leben konfrontiert: etwa, daß manche Wale Pfoten haben, oder daß Ägypten eine Insel ist. Doch dann taucht plötzlich die alleinerziehende Mutter Judy auf, die – als einzige, so scheint es – keinen Karmann Ghia fährt und absolut nichts vom Zungenküssen versteht … Das flämische Enfant terrible Herman Brusselmans rechnet hier im großen Stil mit dem Lebensgefühl am Ende des 20. Jahrhunderts ab: „Generation Nix“ – kultverdächtig und verdächtig autobiografisch.
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