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Der Club der toten Mütter / Lindsey Maracotta



Der Club der toten Mütter

Lindsey Maracotta


Scheekluth Verlag
Rezension ist von 2/1999
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Böses Erwachen in der Traumfabrik

Lucy Freers führt ein völlig normales Hollywood-Familiendasein. Das heißt, ihr Leben rotiert ausschließlich um das höchstpersönliche Society-Ranking innerhalb der oberen Zehntausend, das sich wiederum ausschließlich über die Fettigkeit des Bankkontos und die Schmierigkeit der Intrigen definiert. Bis eines Tages ihre betuchte Nachbarin Julia Prentice völlig unbetucht mit dem Kopf nach unten in Lucys Pool treibt und die Polizei sie in den exklusiven Kreis der Mordverdächtigten aufnimmt. Um ihre Unschuld zu beweisen, macht sich Lucy in Eigenregie auf die Suche nach dem Mörder und taucht dabei immer tiefer in einen moralischen Sumpf, in dem sich ihre Nachbarin einst mit der Crème des Filmbiz vergnügte. Und sie muß erkennen, daß die großen Stars kein gesteigertes Interesse daran haben, daß dieser Sumpf nun trockengelegt wird.
„Der Club der toten Mütter“ besticht nicht nur durch eine fein getimte Mordsstory, sondern vor allem durch die herrlich plastisch gezeichneten Charaktere, die diesen bösen, zynischen und phasenweise zum Totlachen komischen Hollywood-Roman wie einen Kinofilm ins Hirn projizieren. Und das nicht zufällig; denn Lindsey Maracotta zählt in der Traumfabrik zu den ausgeschlafensten Drehbuchautorinnen. Mit einer Verfilmung darf also gerechnet werden …
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