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Pharoah Love und die Badewanne des Todes / George Baxt



Pharoah Love und die Badewanne des Todes

George Baxt


Heyne Verlag
Rezension ist von 5/1998
Leserschwert-Genre: Krimi

Schwule Ermittlungen

Auf den ersten Blick war der junge Ben Bentley ein lebenslustiger und kontaktfreudiger Schauspieler und Dressman, der gerade dabei war, die ersten Stufen einer steilen Karriereleiter zu erklimmen. Doch als er eines Tages ein äußerst elektrisierendes Vollbad mit seinem geliebten Radio nimmt, bei dem beiden für immer die Töne ausgehen, und New Yorks eigenwilligster und schwulster Cop, Pharoah Love, die Ermittlungen in diesem Fall übernimmt, kommt ein ganz anderer Ben Bentley zum Vorschein: ein unberechenbarer Stricher und Dealer, der seine Kundschaft nicht nur mit Sex und Peyote-Buttons, sondern auch mit Erpresserbriefen versorgte. Und als Pharoah Love die illustre Truppe, die Bentley um sich versammelt hatte, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt er ein dichtes Netz aus Intrigen und Abhängigkeiten, in dem sich für alle Beteiligten ein passendes Motiv, den guten Ben gegrillt zu haben, findet. Seth Piro, ein erfolgloser Schriftsteller, der mit Bentley zusammengelebt hat. Veronica, die frustrierte Ehefrau von Seth, die per Bentley neben Rache- auch noch ganz andere Gelüste stillte. Der affektierte Millionär Jemeson Hurst, der sich Ben eine Zeitlang als Lustknaben hielt. Dessen indianischer Masseur Adam Littlestorm, der davon überhaupt nichts hielt …
Der amerikanische Drehbuchautor George Baxt hält sich zwar im Aufbau von „Pharoah Love und die Badewanne des Todes“ akribisch an die klassischen Genreregeln der Krimiunterhaltung, zeigt sich bei deren Auslegung aber äußerst phantasievoll. Das Ergebnis dieser Kombination liest sich wie ein Agatha Christie durch eine rosarote Brille: witzig, leicht und berechnend unberechenbar.
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