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Der Gott der Dunkelheit / Tom Bradby



Der Gott der Dunkelheit

Tom Bradby


Heyne Verlag
Übersetzer: Wolfgang Müller
Rezension ist von 10/2005
Leserschwert-Genre: Krimi

Zeit-Spionage

Kairo, 1942: Vor den Toren der strategisch wichtigen Stadt rüstet Rommels Afrikakorps zum Sturmlauf, deutsche Propagandabomber brummen über den Nil, die Befehlshaber der britischen Besatzungsmacht liefern sich einen internen Kampf zwischen Durchhalteparolen und Evakuierungsplänen, die Internierungslager sind ebenso rammelvoll wie die Züge, die Kairo verlassen, der ägyptische Untergrund versucht, die Widerstandskraft der verhassten Kolonialherren von innen heraus auszuhöhlen, aus sämtlichen Ritzen der Stadt quillen zähflüssige Spionage-Gerüchte und der beißende Duft kalt geschmiedeter Intrigen; kurz: Der ethnische Schmelztiegel Kairo hat sich in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt. Und mitten drin beugt sich der New Yorker Ex-Bulle Joe Quinn, den es auf dunklen Umwegen nach Nordafrika und zur britischen Militärpolizei verschlagen hat, über die Leiche eines Offiziers des englischen Nachrichtendienstes, in dessen Brust das Symbol des Seth geritzt ist, des mythologischen Gottes der Dunkelheit …
Als vergangenes Jahr „Der Herr des Regens“ erschien, schrieben einige Kritiker vom Ende einer literarischen Trockenzeit. Denn der britische Newcomer Tom Bradby hatte mit diesem Buch ein Genre in die Bestsellerlisten zurückgeholt, das in jüngerer Vergangenheit mehr Staub als Leser angezogen hatte: den historischen Thriller. Und auch in seinem neuen Roman gelingt es dem ehemaligen TV-Korrespondenten nahezu perfekt, den spannenden Spionage-Plot samt seinen undurchschaubaren Figuren fugenlos in den geschichtlichen Hintergrund einzupassen und die Intensität seiner Story synchron zur wachsenden Dichte der Atmosphäre von Kairo anno 1942 zu steigern. Das ist fein gewobener Genre-Stoff, auch wenn „Der Gott der Dunkelheit“ im Finale etwas billig ins Licht der Erkenntnis gerückt wird.
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