suche

impressum



fundgrube
Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen / Michel Birbaek
Tacheles hat den zehnfachen Blues. Erstens, weil er der Sänger einer Band ist, die ständig ...

weiterlesen

Das Herz der Narren / Tama Janowitz
Florence ist eine junge Frau, die ganz genau weiß, was sie will: Geld und öffentliches ...

weiterlesen

Die Kinder des Todes / Ian Rankin
Auf der Insel schlackert schon längst keiner mehr mit den Ohren, wenn, im Schnitt alle zwei ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Adrenalin / Michael Robotham



Adrenalin

Michael Robotham


Goldmann Verlag
Übersetzer: Kristian Lutze
Rezension ist von 4/2005
Leserschwert-Genre: Krimi

Der Verdächtige

Und wieder einmal ein Etikettenschwindel der dreisten Sorte; der deutsche Titel „Adrenalin“, die blutrote Suppe am Cover und die Genrebezeichnung „Thriller“ passen zu diesem Buch wie die offene Hand aufs Auge. Im Original heißt der von der englischen Presse jauchzend empfangene Debütroman von Michael Robotham „The Suspect“ und das trifft die Sache eigentlich recht kernig. Erzählt wird die Story des renommierten Londoner Psychotherapeuten Joe O’Laughlin, den Detective Vincent Ruiz scheinbar zufällig als Profiler zu den Ermittlungen eines sadistischen Mordfalls hinzuzieht. Wie sich aber bald herausstellt, handelt es sich bei der Ermordeten um eine ehemalige Patientin von O’Laughlin, die diesen vor Jahren beschuldigt hatte, sie unter Hypnose sexuell missbraucht zu haben, und ihm damit beinahe das berufliche Genick gebrochen hätte. Und auch das Täterprofil führt zu O’Laughlins Entsetzen direkt in seine Praxis, denn der Tathergang deckt sich unübersehbar mit den Gewaltphantasien seines psychisch komplexesten und intelligentesten Patienten. Allerdings hat mittlerweile auch Detective Ruiz einen Verdächtigen knallhart ins Visier genommen: und der heißt Joe O’Laughlin …
Aus Katz wird Maus. Das Spiel ist so alt wie die Kriminalliteratur selbst. Trotzdem gelingt es Robotham, der seinen Protagonisten aus der Erzählerperspektive über den Abgrund schickt, dem alten Hut eine originelle Feder zu verpassen, indem er den doppelten Boden, auf dem sich Joe O’Laughlin, der mit den ersten Symptomen seiner rasch fortschreitenden Parkinson-Erkrankung zu kämpfen hat, bewegt, mit purem Zynismus aufgefüllt hat – und dieser bissige Tonfall harmoniert wiederum ganz vorzüglich mit dem professionell sensibilisierten Blick, der es seinem Erzähler erlaubt, das Wesen von Menschen an kaum wahrnembaren Äußerlichkeiten abzulesen. Unterm Strich: ein solider Krimi mit subtilem Tiefgang.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!