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Nächte in New York / Diane Di Prima



Nächte in New York

Diane Di Prima


rororo Verlag
Übersetzer: Michael Kellner
Rezension ist von 01/2004
Leserschwert-Genre: Biografie

Prima im Bett, der Rest ist Beat

Drei Dinge sollte man wissen, bevor man dieses Buch aufschlägt. Erstens: es ist hoch erotisch. Und zwar nicht aus der saftlosen Weichzeichnerabteilung mit ihren knospelnden Nippeln, schweißnassen Brusthaaren und dem ganzen lauwarmem Brei, sondern echt heftig. Zur Pornografie „fehlt“ dem Buch nur eines: der Abstand. Zweitens: Diane di Prima schrieb das Buch nicht aus launiger Lust, sondern aus akuter Geldnot. Deswegen ist es ziemlich sinnlos, eine Grenze zwischen Wahrheit und „Ficktion“ durch ihre „Erotischen Erinnerungen“ (Untertitel) zu ziehen – noch dazu, da diese an den einschlägig legendären Olympia Press-Verleger Maurice Girodias adressiert waren, der das Buch 1969 unter dem Titel „Memoirs of a Beatnik“ veröffentlichte.
Womit wir bei drittens wären: Diane di Prima war Teil der Beat-Generation. Und auch wenn das Buch vordergründig den Eindruck erweckt, als wäre di Prima primär ein prima Geschlechtsteil der Beat-Gen gewesen, kommt vor allem in jenen Passagen, in denen gerade niemand kommt, die tiefe Romantik dieser selbstfressigen Revolution der US-50er-Jahre aus einer ansteckend wachen, weiblichen Perspektive zum Vorschein; die zweischneidige Freiheit von Jack Kerouac, Allen Ginsberg, LeRoi Jones und dem Rest der Sex, Drugs & Jazz-Gang wird greifbar. Und ganz nebenbei ist das Buch sehr gut geschrieben.
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