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Deine Augen hat der Tod / James Sallis



Deine Augen hat der Tod

James Sallis


Heyne Verlag
Erscheiungstermin: 02/2010
Übersetzer: Bernd W. Holzrichter
Rezension ist von 04/2010
Leserschwert-Genre: Road Story

Große Straßenkunst

Obwohl einige seiner Werke bereits seit mehreren Jahren auf Deutsch aufliegen, war der US-Autor James Sallis bisher ein feuilletonistisch unbeschriebenes Blatt. Dieses Blatt wendete sich allerdings hurtig, als Sallis 2008 bei der Vergabe des renommierten Deutschen Krimi Preises die internationale Konkurrenz mit seinem minimalistischen Neo-Noir-Thriller "Driver" ausbremste. Seitdem schmückt ein „Deutscher Krimipreis Träger“-Button alle Neuausgaben von Sallis – was zumindest im Fall von „Deine Augen hat der Tod“ (jetzt neu als Heyne-TB) falsche Erwartungen schüren könnte. Denn trotz des appetitanregenden Genre-Titels handelt es sich hier weder um einen Krimi noch einen Thriller – sondern um einen großartigen Road-Roman, der alle Ingredienzien der literarischen Straßenkunst auf ihre Essenz reduziert: den Mythos der Highways, die Melancholie der Einsamkeit, die Zufälligkeit der Begegnungen, die Poesie des Schicksals. Dass Sallis einen reaktivierten Elite-Killer im Auftrag der US-Regierung auf die Straße schickt, verpasst den knapp 200 Seiten zwar einen besonderen Drive – so weiß man etwa nie, ob dieser nun der Jäger oder der Gejagte ist –, ändert allerdings nichts an der grundsätzlichen Struktur dieses ungewöhnlichen Buchs: Sallis beschwört mit knappen Worten eine atmosphärische Magie, die sich wie ein Film von Jim Jarmusch in die Vorstellungskraft des Lesers schleicht. Beeindruckend.
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