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Die Strafe / Meg Gardiner



Die Strafe

Meg Gardiner


Heyne Verlag
Erscheiungstermin: 07/2009
Übersetzer: Friedrich Mader
Rezension ist von 11/2009
Leserschwert-Genre: Thriller

Opfer oder Täter?

In der Spannungsliteratur zeichnen sich in letzter Zeit drei Trends ab – und alle drei lassen sich am Beispiel der Bestsellerautorin Meg Gardiner auf recht hohem Niveau exemplarisch nachlesen. Erstens: Das Thriller-Genre wird zunehmend weiblich. Zweitens: Die Zweit-Heldinnen sind im Vormarsch. Drittens: Diese Zweit-Heldinnen rekrutieren sich vorzugsweise aus dem Bereich der Forensik oder der Gerichtsmedizin. Die 1957 in Oklahoma geborene Meg Gardiner hatte mit der Anwältin Evan Delaney bereits ein erstklassiges Serien-Zugpferd im Stall – Stephen King etwa bezeichnete die Delaney-Romane schnörkellos als „die beste Krimireihe der letzten 20 Jahre“ – bevor sie 2008 einen neuen Charakter an den Start schickte: Jo Beckett, forensische Psychologin und Spezialistin für ungeklärte Todesfälle. Ihr erster Fall hieß „Die Beichte“ und der ließ erkennen, dass sich Plot und Heldin erst aneinander gewöhnen mussten, bevor sie zum versöhnlichen Spannungs-Showdown schritten. „Die Strafe“ hingegen kennt keine Anlaufschwierigkeiten: hier geht’s gleich ins Eingemachte. Joe Beckett, die eigentlich dafür ausgebildet ist, mittels psychologischer Autopsien posthum herauszufinden, warum jemand ermordet wurde, muss ein Opfer untersuchen, das noch lebt. Und eines das möglicherweise nicht Opfer, sondern Täter ist … Tipp: Haustür doppelt verriegeln!
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