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Immortalis / Raymond Khoury



Immortalis

Raymond Khoury


rororo Verlag
Erscheiungstermin: 07/2009
Übersetzer: Rainer Schmidt
Rezension ist von 11/2009
Leserschwert-Genre: Suspense

Orient Express

„Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod“ (1. Korinther 15, 26). Wenn auf dem Rücken eines Buches, dessen Cover einen Thriller ankündigt, herzhaft aus der Bibel zitiert wird, blitzt bei Suspense-Fans instinktiv ein Name auf: Dan Brown. Und sie liegen damit hier nur knapp daneben. Denn von den unzähligen Trittbrettfahrern, die im Windschatten von Browns Mega-Erfolgen „Illuminati“ und „Sakrileg“ religiöse Verschwörungsthriller in den Lesermarkt pumpten, erwies sich der im Libanon geborene US-Autor Raymond Khoury als einer der dreistesten. Und einer der erfolgreichsten. Sein Debüt „Scriptum“, in dem er gleich in Kapitel I vier Apokalyptische Reiter zu einem kleinen Massaker im New Yorker Metropolitan Museum lädt, verkaufte sich weltweit über 5 Millionen Mal – ob trotz oder wegen der offenkundigen Parallelen zu Browns „Sakrileg“, lässt sich schwer sagen. Und auch sein zweiter Roman „Immortalis“, der nun als TB aufliegt, stürmte die Bestsellerlisten. Dem Genre blieb Khoury treu, allerdings hat der gelernte Architekt seine mörderische Jagd nach dem mysteriösen „Buch des Lebens“ wesentlich komplexer konstruiert. „Immortalis“ hetzt den Leser in beeindruckendem Tempo, inklusive Rückblenden ins 18. Jahrhundert, quer durch den Orient. Nicht zuletzt, nachdem Mr. Brown mit seinem letzten Aufkocher „Das verlorene Symbol“ auch ein wenig Zugkraft verloren hat, eine artgerechte Alternative für Genre-Fans.
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