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Rohypnol / Andrew Hutchinson



Rohypnol

Andrew Hutchinson


Heyne Verlag
Erscheiungstermin: 06/2009
Übersetzer: Simone Salitter und Gunter Blank
Rezension ist von 09/2009
Leserschwert-Genre: Genre auswählen

Australian Psycho

„Beim New Punk geht’s nicht um Reue. Beim New Punk geht’s nicht um die Zukunft. Sondern um das schnelle Leben im Hier und Jetzt.“ Wenn sich eine kranke Psyche literarisch im Zeitgeist verliert, sind die Vergleiche schnell zur Hand: „A Clockwork Orange“ (1962) von Anthony Burgess, „American Psycho“ (1991) von Bret Easton Ellis, „Trainspotting“ (1993) von Irvine Welsh, „Kill your Friends“ (2008) von John Niven ...
In diese exquisite Reihe von literarischen Schocktherapien, die sinnlose Gewalt auf den moralischen Trümmern der modernen Konsumgesellschaft zur zynischen Spitze treiben, reiht sich auch der preisgekrönte Debütroman des jungen australischen Autors Andrew Hutchinson ein. „Rohypnol“ (für das sich übrigens Hollywoodstar Hugh Jackman bereits die Filmrechte gesichert hat) erzählt schonungslos die verstörende Geschichte einer Vergewaltiger-Gang junger Männer, die auf der Suche nach dem nächsten Kick wirklich alle Hemmungen fallen lassen. Ihre „Vergnügungs“-Trips hinterlassen eine breite Schneise nackter Zerstörungswut und kaltblütiger Gewalt – ohne Gewissen, ohne Gnade. Selbst die Sprache, mit der Hutchinson hier Hedonismus und Nihilismus zu unmenschlicher Monstrosität kreuzt, lässt keinerlei Reue aufblitzen. Und die Moral von der Geschichte? Simpel: Schlechte Menschen tun böse Dinge.
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