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Verstummt / Karin Slaughter



Verstummt

Karin Slaughter


Blanvalet Verlag
Erscheiungstermin: 10/2008
Übersetzer: Klaus Berr
Rezension ist von 9/2008
Leserschwert-Genre: Thriller

Damen-Qual

Seit einigen Jahren macht sich auf den internationalen Bestsellerlisten eine erstaunliche Entwicklung bemerkbar; der Hardcore-Thrill, also das Genre für erbarmungslose Gänsehäuter, trägt zunehmend eine weibliche Handschrift – wobei vor allem US-amerikanische Autorinnen ihren Blutzoll dazu beitragen. Neben Tess Gerritsen oder Jilliane Hoffman taucht beim knallharten Ausloten menschlicher Abgründe vor allem ein Name immer wieder auf: Karin Slaughter. Die 1971 in Atlanta, Georgia geborene Schriftstellerin schaffte den Sprung in die dünne Luft der Verkaufs-Charts bereits mit ihrem Debütroman „Belladonna“ (2002), der gleichzeitig auch den Auftakt für die „Grant County“-Serie rund um die Pathologin Sara Lincoln und deren Exmann, Polizeichef Jeffrey Tolliver, bildet, die mittlerweile sieben Romane in siebenstelliger Auflage umfasst. Trotz des Erfolgs dieses charismatischen Blut-&-Beuschel-Duos schlägt Slaughter in ihrem aktuellen Roman aber ein neues Kapitel auf und schickt mit Michael Ormewood vom Atlanta Police Department einen Ermittler ins Rennen, der sich das Vertrauen für schlaflose Nächte erst erarbeiten muss – was ihm allerdings locker gelingen dürfte. Schon der erste Tatort, an dem wir ihm und einer übergründlich ermordeten jungen Frau begegnen, lässt nicht nur dem Leser, sondern auch dem erfahrenen Detective das Blut in den Adern gefrieren. Und zwar nachhaltig. Denn da alle Indizien für einen psychopathischen Serientäter sprechen, ist Michael gezwungen, mit einem Special Agent namens Will Trent zusammenzuarbeiten – einem Mann, dem er instinktiv misstraut. Und mit der Polizistin Angie Polaski, die seine Geliebte war. Bevor sie seine erklärte Feindin wurde … Fazit: Sollten Sie dieses Buch nach Einbruch der Dunkelheit lesen, überprüfen Sie zuvor die Drahtseile Ihrer Nerven. Und Ihre Türschlösser.




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