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Ein Rest von Schuld / Ian Rankin



Ein Rest von Schuld

Ian Rankin


Manhattan Verlag
Erscheiungstermin: 09/2008
Übersetzer: Giovanni & Ditte Bandini
Rezension ist von 10/2008
Leserschwert-Genre: Krimi

Bye-bye, John

Außer der Wurst hat bekanntlich alles ein Ende. Doch hier geht’s nicht um die Wurst, sondern um eine Delikatesse der Gegenwartsliteratur. Also drehen wir die Zeit zurück, zum Anfang: Edinburgh, im Jahre 1985. Der 24-jährige schottische Literaturstudent Ian Rankin brütet an seiner Doktorarbeit über die Schriftstellerin Muriel Spark, als ihm plötzlich eine Mordsidee durch die Synapsen schießt. Die hat allerdings herzlich wenig mit Mrs. Spark zu tun als vielmehr mit dem stürmischen Drang eines jungen Schriftstellers, ein literarisches Genre aus seinen rostigen Angeln zu heben. Zwei Jahre später erscheint Rankins erster Kriminalroman „Knots and Crosses“ („Verborgene Muster“) – und mit Detective Seargeant Rebus ein großartiger Ermittler, dem noch nicht schwant, dass er soeben die ersten Schritte zu einer Kultfigur des modernen Schnüfflertums getan hat. Vermutlich, weil ihn selbst sein Schöpfer schon damals mit äußerster Distanz betrachtete.
Denn im Gegensatz zu den meisten Krimiautoren, die ihre Helden aus dem eigenen Wurzelholz schnitzen, hatte dieser John Rebus auffallend wenig mit seinem Herrchen zu tun. Allein die Tatsache, dass Ian Rankin mit 26 einen 40-jährigen Detective von der Leine lässt, der schon 15 desillusionierende Dienstjahre auf jenem Buckel hat, dem ihm bereits zu diesem Zeitpunkt alle Vorgesetzten runterrutschen können, lässt erahnen, dass Rankin sich in dieser Figur nicht selbst verwirklichen wollte – sondern eben seine Literatur.
In einem Interview, das er vergangenes Jahr mit seinem US-Kollegen Harlan Coben (übrigens auch ein Krimi-Ass, Anm.) führte, beschrieb Rankin sein Verhältnis zu John Rebus so: „Es muss wohl Überschneidungen geben, obwohl ich mich Rebus eher fremd fühle. Natürlich habe ich ein paar Dinge mit Rebus gemeinsam: den Musikgeschmack, meine Lieblingsbar, und wir mögen dasselbe Bier und dieselben Whiskysorten. Aber er hat schon einen anderen Kopf als ich und sieht die Welt mit anderen Augen. Sein Job hat ihn viel zynischer gemacht, als ich es bin.“
Aber es ist nicht nur der beißende Zynismus, der Rebus so wohltuend aus der inflationären Masse an Serienermittlern hebt. Das entscheidende Erfolgsrezept, mit dem Rankin neben nahezu allen internationalen Literaturpreisen, die das Krimi-Genre hergibt, auch den „Order of the British Empire für seine Verdienste an der Literatur“ einheimste, heißt schlicht und ergreifend Realität. Nicht nur, weil er seine hochkomplexen Plots perfekt in reale Schauplätze einpasst oder weil er mit John Rebus eine brillante Charakterfigur erschaffen hat, die ihren zerknitterten Kultstatus aus purer Authentizität nährt, sondern weil jeder seiner Romane rahmenhandelnd ein gesellschaftliches Thema aufgreift und im dreckigen Sud sozialer Probleme aufkocht.
Und dieser John Rebus soll nun nach 20 Jahren und insgesamt 17 Romanen mit einem „Rest von Schuld“ einfach so in der Pension verschwinden ...? Möglich. Doch wie jede Pension hat auch diese einen unversperrten Notausgang.

Von Fall zu Fall
Zur Orientierung: In dieser Reihenfolge erschien John Rebus im Original (nicht so in der deutschen Übersetzung)
1987 Knots and Crosses / Verborgene Muster
1991 Hide and Seek / Das zweite Zeichen
1992 Tooth and Nail / Wolfsmale
1992 Strip Jack / Ehrensache
1993 The Black Book / Verschlüsselte Wahrheit
1993 Mortal Causes / Blutschuld
1996 Let it Bleed / Ein eisiger Tod
1997 Black and Blue / Das Souvenir des Mörders
1998 The Hanging Garden / Die Sünden der Väter
1999 Dead Souls / Die Seelen der Toten
2000 Set in Darkness / Der kalte Hauch der Nacht
2001 The Falls / Puppenspiel
2002 Resurrection Men / Die Tore der Finsternis
2003 A Question of Blood / Die Kinder des Todes
2004 Fleshmarket Close / So soll er sterben
2006 The Naming of the Dead / Im Namen der Toten
2007 Exit Music / Ein Rest von Schuld
Bewertung

Weitere Bücher von Ian Rankin bei Leserschwert:
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