Heute, 20 Jahre und ein Dutzend Bestseller später, kann Coelho sein wissendes Glückskeks-Lächeln auf eine Gesamtauflage von über 100 Millionen Exemplaren betten – umso erstaunlicher, dass sein dritter Roman "Brida" (1990) erst jetzt als deutsche Erstübersetzung in die Regale wandert. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich – Überraschung! – auf eine spirituell-erotische Entdeckungsreise macht; und eine Geschichte, die sämtliche Ingredienzen enthält, um den Graben zwischen Coelho-Fans und seinen Kritikern gründlich zu vertiefen. Warum das so ist, lässt sich am anschaulichsten an einem kleinen Dialog aus dem Buch illustrieren: „Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens“, fragte Brida. „Du musst etwas riskieren“, war die Antwort. „Dabei wirst du oft scheitern, du wirst enttäuscht werden, desillusioniert. Aber wenn du nie aufhörst, nach deiner Liebe zu suchen, wirst du sie am Ende finden.“
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Brida / Paulo Coelho



Brida

Paulo Coelho


Diogenes Verlag
Erscheiungstermin: 09/2008
Übersetzer: Maralde Meyer-Minnemann
Rezension ist von 09/2008
Leserschwert-Genre: Naja …
4 Besucherkommentare zu diesem Buch.

Der Alchi-Mist

Wenn es darum geht, auf der schmalen Trennlinie zwischen Verehrung und Verachtung zu balancieren, ist der brasilianische Erfolgsautor Paulo Coelho eine Klasse für sich. Für die einen ist er ein Magier, der die allumfassende Weltenseele mit zauberhaften Worten beschwört, für die anderen ein Literatur-Scharlatan, der seinen abgeschmackten New-Age-Eintopf immer wieder auf sprachlicher Sparflamme aufwärmt. Begonnen hat alles in den frühen 80er Jahren, als Coelho – der sich bis dahin als Hippie, politischer Aktivist und Songtexter verdingte – eine Art Erleuchtung hatte, die ihn via Pilgerreise ("Auf dem Jakobsweg", 1986) zu einem Wendepunkt seines Lebens führt. Denn zwei Jahre später veröffentlicht der damals 40-Jährige ein Buch, das nach kleinen Anlaufschwierigkeiten zu einem internationalen Turbo-Seller wird, der bis heute die Ladentische dieser Welt schmirgelt: "Der Alchimist".
Heute, 20 Jahre und ein Dutzend Bestseller später, kann Coelho sein wissendes Glückskeks-Lächeln auf eine Gesamtauflage von über 100 Millionen Exemplaren betten – umso erstaunlicher, dass sein dritter Roman "Brida" (1990) erst jetzt als deutsche Erstübersetzung in die Regale wandert. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich – Überraschung! – auf eine spirituell-erotische Entdeckungsreise macht; und eine Geschichte, die sämtliche Ingredienzen enthält, um den Graben zwischen Coelho-Fans und seinen Kritikern gründlich zu vertiefen. Warum das so ist, lässt sich am anschaulichsten an einem kleinen Dialog aus dem Buch illustrieren: „Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens“, fragte Brida. „Du musst etwas riskieren“, war die Antwort. „Dabei wirst du oft scheitern, du wirst enttäuscht werden, desillusioniert. Aber wenn du nie aufhörst, nach deiner Liebe zu suchen, wirst du sie am Ende finden.“
Potzblitz, aber auch.


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 4 Kommentare zu diesem Buch.

Ihre Meinung zu diesem Buch »

aber hallo schrieb am 15.01.11, 21:25was ist denn hier los? das buch ist total toll! also ich würde es erstmal zu ende lesen und danach meine ach so wichtige meinung dazu abgeben. aber naja. jeder wie er will ;)
Martina Schüler schrieb am 10.12.08, 23:46... die Beschreibung zu Brida gefällt mir außerordentlich. Die Coelho-Masche treffsicher auf den Punkt gebracht. Und ich muss mich wohl ziemlich eindeutig zu den distanziert-kritischen Lesern zählen. Aber das wird Coelho verschmerzen.
Roland Bischofberger schrieb am 26.11.08, 21:21ich vermisse die sonst übliche spannung in coelho's erzählungen. ich lese das buch nicht zu ende. dies wäre für mich zeitverschwendung... schade für chf 36.90
Peter Bleckmann schrieb am 16.11.08, 15:33Das erste Buch, das ich weggeschmissen habe. Näheres: http://peterbleckmann.edublogs.de/2008/11/02/bucher-eine-empfehlung-ein-verriss/


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