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Der Metzger muss nachsitzen / Thomas Raab



Der Metzger muss nachsitzen

Thomas Raab


Leykam Verlag
Erscheiungstermin: 03/2007
Rezension ist von 04/2007
Leserschwert-Genre: Krimi

Der Nächste, bitte

„Der Metzger ist ein denkender Scheißer. Hier findet er Klarheit, hier kommt er zur Ruhe und trifft Entscheidungen. Er sitzt da und ganz selten kommt es vor, dass sich seine Gesichtszuckungen mit dem Ausscheidungsprozess paaren – so wie jetzt. Der Metzger fasst einen folgenschweren Entschluss …“
Nämlich jenen, zum Helden einer Geschichte zu werden, die – soviel lässt sich bei diesem Kriminalroman recht bald durchschauen – nicht die einzige ihrer Art bleiben wird. Denn mit dem schrobigen Restaurator Willibald Adrian Metzger schickt der Wiener Musiker und Autor Thoma Raab einen Schnüffler an den Start, der locker das Charisma-Zeug dazu hat, in die Fußstapfen von Wolf Haas’ Simon Brenner oder Stefan Slupetzkys Leopold Wallisch zu steigen. Ob man diese unüberlesbare formale Nähe zur heimischen Krimi-Kollegschaft als Genre-Konsequenz oder Trittbrett-Strategie auslegt, ist wohl eher eine Geschmacksfrage, nichts zu deuteln gibt’s hingegen an der sprachlichen Finesse, mit der Thomas Raab dem eigentlichen Plot des Romans seine, nicht gerade seltenen, Ausflüge in die Ritzen des Lokalkolorits und Abschweifungen ins Reich der Betrachtung der Welt unterjubelt: das ist skurril, witzig und – auch wenn der Krimi eher nur als Trägermedium dient – spannend. Der Metzger, der eines rotweinseligen Abends über die Leiche eines ehemaligen Mitschülers stolpert, der schon damals keine Gelegenheit ungenützt ließ, dem dicklichen Willibald seine gesellschaftliche Außenseiterrolle einzuprügeln, ist eine Figur, die man mag oder eben nicht mag. Da sich der Metzger aber bereits in seinem ersten Fall seiner eigenen Vergangenheit stellen muss, erfährt man so viel über diesen seltsamen Typen, dass einem das Mögen immer leichter fällt. Tja, da wird der Raab vermutlich schon bald nachsitzen müssen …
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