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San Sombrèro / Santo  Cilauro, Tom Gleisner & Rob Sitch



San Sombrèro

Santo Cilauro, Tom Gleisner & Rob Sitch


Heyne Verlag
Erscheiungstermin: 02/2007
Übersetzer: Verena Kilchling
Rezension ist von 03/2007
Leserschwert-Genre: Sachbuch

Der Weg ist der Stil

Karibik, Karneval und Kakerlaken. Nach „Molwanîen – Land des schadhaften Lächelns“ und „Phaic Tan – Land des krampfhaften Lächelns“ ist dies bereits der dritte Travel Guide, den das australische Comedy-Trio Cilauro/Gleisner/Sitch, bekannt auch unter dem Namen „Working Dog“, in die Jetlag-Reihe stellt. Und darin liegt auch das einzige Problem von „San Sombrèro“– man betritt einfach kein Neuland mehr, der geniale Schmäh eines satirisch durchwirkten Fake-Reiseführers kämpft beim dritten Aufguss naturgemäß mit inflationären Tendenzen. Abgesehen von dieser kleinen, hausgemachten Schwäche (die jedem Jetlag-Quereinsteiger selbstredend wurscht sein kann) trumpft „San Sombrèro“ aber mit all den Tugenden auf, die schon seine Vorgänger auszeichneten: Akribisch recherchierte Fakten von A („Aussetzung der Bürgerreichte“) bis Z („Zwangstaufe“), charmant-authentische Abbildungen, exklusive Karten und phantasievolle Grafiken in Hülle und Fülle, wertvolle, mitunter auch lebenserhaltende Insidertipps, die völlige Absenz jeglicher Form von politischer Korrektheit und ein gut gelaunter Schreibstil, der alle Unklarheiten über Land und Leute in hundertprozentigem Zynismus zersetzt. Perfekte Reisebedingungen also für jeden beherzten Globetrotter – egal, ob er nun in die kulturhistorische und gesellschaftspolitische Vollblut-Exotik dieses vergessenen Juwels Mittelamerikas (dessen unvergleichlichen Reiz nicht zuletzt das Fehlen jedweder Auslieferungs¬abkommen mit der restlichen Welt ausmacht) eintauchen oder ob er sich einfach faul zurücklehnen will, um genüsslich an seinem Molotovo-Cocktail zu schlürfen und dem hypnotischen Rhythmus der Armeehelikopter bei ihrem Angriff auf ein nahe gelegenes Guerillanest zu lauschen. Für Jetlag-Greenhorns gilt daher das Fazit: Buchen!



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