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Afrika Safari / Robert Sedlack



Afrika Safari

Robert Sedlack


Heyne Verlag
Übersetzer: Ulrich Blumenbach
Rezension ist von 09/2005
Leserschwert-Genre: Beziehung und so
2 Besucherkommentare zu diesem Buch.

Tragikomik mit Turbolader

Der Titel schmeckt nach Reisebericht, und in gewissem Sinne ist „Afrika Safari“ das auch – um genau zu sein, in gewissem Wahnsinne. Was weniger daran liegt, dass wir es hier mit jener Art von Safari zu tun haben, bei der rosig wohlgenährte, in Kaufhaus-Khaki kostümierte und mit allerlei Hightech-Schnickschnack behangene Pauschal-Abenteurer am wilden Leben der Savanne schnuppern, sondern vielmehr an der Reisegruppe: Vater, Mutter, Sohn. Vorhang auf für die Familie Clark ...
Da wäre einmal Richard, der 19-jährige Sohn mit der hässlichen Hasenscharte und Verfasser dieses sagenhaften Tagebuchs. Sein Dasein ruht auf zwei tragenden Säulen: Drogen und Masturbieren, darüber türmt sich ein perfides Chaos aus Minderwertigkeitskomplexen, Allmachtsphantasien, intellektuellem Reflux und druckvollem Desinteresse. Mutter Janet ist, wiewohl sie definitiv nicht richtig tickt, eine tickende Zeitbombe, die sphärisch zwischen Angstattacken, Suizid, Depressionen und Erleuchtung oszilliert. Und schließlich Vater Ted, harter Typ mit weichem Kern und nebenbei ein zynischer, cholerischer, autoritärer Control-Freak und Alkoholiker. Alles in allem also eine ganz normale moderne Familie von nebenan, nur dass diese hier offenbar wild entschlossen ist, ihre existenzielle Reise beinhart bis zum großen Showdown durchzuziehen ...
Dem Kanadier Robert Sedlack ist mit dieser literarischen Tour de Force (die nun auch als TB erschienen ist) ein fulminantes Debüt gelungen; wobei sprachlich vor allem zwei Trümpfe stechen. Erstens, wie es Sedlack ohne stilistischen Bruch locker schafft, glasklare Blicke auf das tatsächlich Wesentliche der Geschehnisse durch die geistigen Nebelfelder seines Ich-Erzählers Richard zu feuern. Und zweitens die unfassbare Komik der Story, die dieser Turbo-Tragödie von der ersten bis zur letzten Seite ein grandioses Match liefert. Und gewinnt.

Bewertung



Ihr Kommentar
 2 Kommentare zu diesem Buch.

Ihre Meinung zu diesem Buch »

hc schrieb am 03.03.09, 13:51einfach nur zum niederknien! fantastologisches buch
Lorenz schrieb am 23.05.07, 14:25bin grad dabei das zu lesen!! die ersten seiten gefallen mir schon ausgezeichnet!!!


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