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Gibt es intelligentes Leben? / Dieter Nuhr



Gibt es intelligentes Leben?

Dieter Nuhr


Rowohlt Verlag
Erscheiungstermin: 07/2006
Rezension ist von 06/2006
Leserschwert-Genre: Satire

Forscher Geist

„Wo sitzt die Intelligenz? Im Menschen? Der Mensch ist ein heißer Kandidat. Er ist objektiv intelligenter als ein Strudelwurm. Dazu kann er Müll trennen, 16-stöckige Häuser aus Ziegendung bauen und rauchen, allerdings nicht in öffentlichen Gebäuden. Wenn er nicht mehr klarkommt mit seinem Haufen Hirn, lässt er das Denken einfach sein. Dann fährt er Auto.“ Bereits das Intro macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: in heikle Gefilde. Denn – wiewohl als Wiener durchaus damit vertraut, dass Wuchteln gedruckt werden – sagt einem die Erfahrung, dass Kabarettisten, die Bücher schreiben, dazu neigen, im Rohr zu krepieren; was auf der Bühne funktioniert, erweist sich am Blatt oft als platt. Und nichts ist bekanntlich unkomischer als ein halbkomischer Komiker. Bei Dieter Nuhr ist das anders. Er verlässt sich bei der Suche nach intelligentem Leben, die ihn (wie zahlreiche Bilder belegen) quer über den Planeten führt, keineswegs ausschließlich auf Klischeeklamauk, sondern unterfüttert seinen Trip mit allerlei Wissenswertem aus Fauna und Flora, Geografie und Historie, Humanem und schlichtweg Idiotischem. Und siehe da, die Kombination aus Halblustigkeiten und Halbweisheiten ergibt in Summe eine ganze Sache. Zu verdanken ist das Nuhrs bemerkenswertem Talent, die freie Assoziationskette sprachlich rasseln zu lassen, was beispielsweise dazu führt: „Ich stelle mir das Hirn ein bisschen vor wie ein Großraumbüro, wo ja auch plötzlich gearbeitet wird, wenn der Chef durchläuft … Das Hirn ist vielleicht nur eine ganz faule Sau. Es denkt nur, um dem Chef zu sagen: Kümmere dich nicht um mich! Hier ist alles in Ordnung.“ Fazit: Es gibt intelligente Komikformen.
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