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iCool / Ric Graf



iCool

Ric Graf


Rowohlt Verlag
Erscheiungstermin: 06/2006
Rezension ist von 06/2006
Leserschwert-Genre: Szene

iCool also bin ich

„Unser Rhythmus ist rasanter geworden. Der Drang, erwachsen zu werden, ist enorm. Und vieles passiert heute früher: Immer Jüngere schlafen miteinander, die erste Zigarette rauchen viele in der Grundschule, der erste Schluck Alkohol löst bei den Feiern der Zwölfjährigen die Cola ab. Es geht schneller um Sex, Klamotten, Partys und Drogen. Wir wollen sehr jung alles vom Leben wissen, geben uns stärker den Momenten hin.“ Ric Graf hat die beste Voraussetzung, um ein wirklich gutes Buch über das Grenzland zwischen Jugend und Erwachsenenleben zu schreiben: er hat es gerade erst durchschritten. Und er kostet diese Voraussetzung voll aus. Denn der 1985 in Berlin geborene Autor, der trotz seiner Jugend bereits als Associate Editor beim Magazin „Quest“ jobbte und als persönlicher Assistent von Bühnenberserker Christoph Schlingensief eine vermutlich recht intensive Lehrzeit absolvierte, schlägt eine Tonart an, die seinem Thema nicht, wie man so schön sagt, gerecht wird, sondern sein Thema förmlich atmet. Da gibt’s keine Romantik, die durch die Kläranlage der Retrospektive geschleust wird, da gibt’s aber auch keine zynische Überreife, die den Geschmack der Lebensgier vergessen hat und dem Zeigefinger keinen Dreck unter den Nägeln gönnt. Was es gibt, ist eine Art literarisches Tagebuch, das mit all der zu Gebote stehenden Orientierungslosigkeit die Ideale, Wünsche, Ängste und Unsicherheiten einer Generation von urbanen Menschen zwischen Teen und Twen aufzeigt, die verdammt cool ist und keine Chance hat, herauszufinden, ob sie nun eher verdammt oder eher cool ist. Der Untertitel lautet: Wir sind so jung, so falsch, so umgetrieben. Das Buch hängt einer unverständlich diffusen Realität direkt unterm Getriebe. Man sollte es lesen.

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