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Im Blutkreis / Jérôme Delafosse



Im Blutkreis

Jérôme Delafosse


Limes Verlag
Erscheiungstermin: 09/2006
Übersetzer: Michael von Killisch-Horn
Rezension ist von 08/2006
Leserschwert-Genre: Thriller

Was bin ich?

Obwohl die Diagnose „Totaler Gedächtnisverlust“ in der Spannungsliteratur ungefähr so selten ist wie ein ordinärer Schnupfen im Winter, eignet sich der Kunstgriff zu Koma plus Amnesie immer wieder vorzüglich, um ordentlich Thrill aufzubauen. Auf so einen Helden, der keinen Tau davon hat, dass er ein Held ist, setzt auch der französische Shooting-Star Jérôme Delafosse, der in seiner Heimat bereits mit Hardcore-Gänsehäuter Jean-Christophe Grangé („Die purpurnen Flüsse“) verglichen wird, in seinem gefeierten Debütroman. Der Mann heißt Nathan Falh und erwacht eines Tages ohne einen Fetzen Erinnerung in einer norwegischen Klinik. Alles, was er weiß, ist, dass er seinen Zustand einem Tauchunfall während einer wissenschaftlichen Mission im Nordmeer zu verdanken hat; und nachdem er ungeladenen Krankenbesuch von zwei Killern bekommt, die Nathan in astreiner Martial-Arts-Manier kalt macht, dass er nicht der einzige ist, der Interesse an seinem Leben hat. Auf der Suche nach seiner Identität stößt Nathan auf ein mysteriöses Manuskript aus dem 17. Jahrhundert, in dem von einem Geheimbund namens „Der Blutkreis“ die Rede ist, dessen Wurzeln bis in die Genesis des Christentums reichen; offenbar eine paramilitärische Organisation, die bereits seit Jahrhunderten mit dem gezielten Einsatz von tödlichen Viren ,experimentiert’ und nun unter dem zynischen Deckmantel einer internationalen, humanitären Hilfsorganisation zum großen Schlag ausholt. Als todbringende Waffe soll die längst ausgestorbene „Spanische Grippe“ dienen, deren Stammzellen sich „Der Blutkreis“ durch die Exhumierung von drei Opfern besorgt hat, die perfekt konserviert waren. Im ewigen Eis des Nordmeers … Fazit: Mystery-Thrill auf die schnelle, harte Tour. Und vor allem frei von jeglicher Sympathie-Schleimerei.

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