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Diner des Grauens / A. Lee Martinez



Diner des Grauens

A. Lee Martinez


Piper Verlag
Erscheiungstermin: 04/2006
Übersetzer: Karen Gerwig
Rezension ist von 04/2006
Leserschwert-Genre: Wahnwitz

Zum Untotlachen

Blut und Kakao. Kaum zu glauben, aber in einigen Marketing-Abteilungen scheint sich immer noch nicht rumgesprochen zu haben, dass zwischen Krautfleckerln und PR-Sprüchen ein Unterschied besteht. Krautfleckerl werden bei jedem Mal Aufwärmen besser, Klappentext-Zitate nicht. Mit dem Hinweis, dass im „Diner des Grauens” laut Publishers Weekly „Der größte Spaß seit Douglas Adams!” serviert wird, fädelt dieser Titel also direkt in den dichten Kolonnenverkehr jener Bücher ein, die ,Per Anhalter’ zum Erfolg brausen wollen. Gemeinsam ist all diesen Größten Späßen eigentlich nur eines: sie setzen auf gnadenlose Skurrilität. Da macht auch A. Lee Martinez keine Ausnahme, trotzdem hebt sich sein Debütroman, der in den USA zum Überraschungserfolg avancierte, sehr deutlich von unzähligen Genre-Machwerken ab, die ohne nennenswerten Tiefgang unter der Flagge der Vernunftpiraterie durch eine dünne Suppe aus Horror-Slash und Slapstick-Humor, kurz eine Art Blutkakao treiben. Nicht so hier. Denn neben der Kombination aus saftiger Sprache und trockenem Witz, die diesen absurden Abstecher in das texanische Provinzkaff Rockwood – in dem das Grauen nicht nur in Gestalt von stinknormalen Zombies wütet, sondern auch mal untote Kühe zur Blutrunst treibt – durchaus kulinarisch gestaltet, kann Martinez vor allem mit seinem Helden-Duo punkten: der Duke (ein Werwolf, der in Menschengestalt optisch wie charakterlich schwer an einen Bären erinnert) und der Earl (ein erleuchteter Vampir mit Hang zu dramatischen Gesten) geben ein Screwball-Gespann ab, dass genügend zynische Zugkraft entwickelt, um die Story auch abseits der ausgefahrenen Spurrillen voranzutreiben. Unterm Strich: skurriler Wahnwitz aus dem Reich der Untoten mit sehr vitalen Buddy-Qualitäten.
Bewertung



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