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Unter Hunden / Arthur Bradford



Unter Hunden

Arthur Bradford


KiWi Verlag
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg
Rezension ist von 10/2002
Leserschwert-Genre: Stories

Mutanten und andere Mutproben

Unter uns: Ich hätte gute Lust, dieses Buch mit einer persönlichen Widmung an den Brain-Bug des AMS zu schicken. Was heißt Buch? Büchlein! Gerade mal schlappe 150 Seiten. Und jede einzelne davon eine subversive Kampfansage an den ehrwürgigen Job des Literaturkritikers. Wer ist er schon, dieser Arthur Bradford, dass er es wagt, meinereinem Geschichten unterzujubeln, die sich weder interpretieren noch analysieren oder in irgendeiner anderen saftigen Form penetrieren lassen …?
Der will mich fertigmachen. Der will nur selber gut dastehen. Der setzt sich hin, mit seinen lächerlichen 31 Jahren US-Lebenserfahrung, und schreibt eine Hand voll Storys, in denen irgendwie nichts und alles passiert. Na großartig. Wie klingt denn das, wenn man sowas schreibt? „Nichts und alles.“ Bullshit. Man wird mir intellektuelle Inkontinenz vorwerfen. Und sein Stil? Unvergleichlich. Unkonventionell. Unschubladisierbar. Lauter Unworte. Der Kerl schreibt, als könnten Gedanken, die das Leben nicht zu Ende spinnt, einem Spinner überlassen werden. Der tut so, als gäbe es keine Regeln, oder noch ärger: Er erfindet sie einfach neu. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn dieser abgedrehte Freak einen Roman schreibt. Also Vorsicht, ihr Leser da draußen: Merkt euch den Namen Arthur Bradford. Der Typ könnte auch euch gefährlich werden …
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