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Klebstoff / Irvine Welsh



Klebstoff

Irvine Welsh


Kiepenheuer & Witsch Verlag
Übersetzer: Clara Drechsler, Harald Hellmann
Rezension ist von 5/2002
Leserschwert-Genre: Szene

Vom Spritzer zum Welsh-Riesling

Den Klebstoff für den Cover-Button „Autor des Weltbestsellers Trainspotting“ hätten sich die KiWis sparen können. Denn Irvine Welsh hat mit „The Acid House“, „Drecksau“ und „Der Durchblicker“ nicht nur längst bewiesen, dass er ein verlässlicher Dealer für ungeschnittenen Brit-Lit-Stoff ist, sondern auch, dass er nicht auf dem Trainspotting-Trip hängengeblieben ist. Das gilt besonders für seinen neuen Roman; zwar schnappt sich Welsh auch hier wieder eine seltsame Truppe von vier Freunden (ein liebenswertes Macho-Arschloch, ein lauwarmgeduschter Szene-DJ, ein Selbstkontrollo-Sportfreak und einer, zu dem sie „Kleiner“ sagen, und der große Probleme macht), aber der Weg, auf dem er sie begleitet, ist wesentlich länger und vielschichtiger als in „Trainspotting“.
Es scheint so, als hätte Welsh mit diesem Roman, der von den resopalbeschichteten 70ern bis in die Ära von Techno und Ecstasy „führt“, seine eigene wilde Zeit hinter sich gelassen. Der dreschige (wie immer zu deutsch-slangig übersetzte) Stil hat zwar nichts von seiner derb-puristischen Direktheit verloren, aber zwischen den Zeilen öffnen sich emotionale Fugen, die Welsh mit viel Einfühlungsvermögen der Marke Herz & Hoden kittet. Fazit: Der Literatur-Punk hat die Melodie entdeckt – für mich eindeutig sein bisher bestes Buch.
Bewertung

Weitere Bücher von Irvine Welsh bei Leserschwert:
» Porno / Irvine Welsh
» Der Durchblicker / Irvine Welsh
» The Acid House / Irvine Welsh
» Drecksau / Irvine Welsh


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