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Sexeck / William Sutcliffe



Sexeck

William Sutcliffe


Knaur Lemon Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 10/2001
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Das neue Darling der Brit Lit

Und wieder mal ein – für den heimischen Literatur-Seniorenclub geradezu obszön junger – Durchstarter aus dem köchelnden Trendkessel London, der den muffigen Deutschsprachlern zeigt, wie Pudel Kerne kacken. William Sutcliffe, Jahrgang ’71, der sein großes Talent bereits in „Meine Freundin, der Guru und ich“ und „Der Gott unter der Dusche“ mit der Frechheit des Könners aufblitzen ließ, knallt mit „Sexeck“ („The Love Hexagon“) mitten rein in die Spitze der New Brit Lit. Völlig zu Recht. Denn der Bursche kann genau das, was hierzulande offenbar am aufgesockelten Anspruch der Literatur scheitert: Eine Geschichte erzählen, ohne sich dabei gleich ein pseudointellektuelles Hirnshake zu schütteln.
In seinem bisher letzten Roman, der nun auch als TB erschienen ist, schleicht sich William Sutcliffe an sechs prototypische Vertreter der Gen X heran, die – wie könnte es anders sein – zwischen Beziehungs- und Egoproblemen eifrigst damit beschäftigt sind, dem Leben einen Sinn abzutrotzen. Und da Sutcliffe neben einer präzisen Beobachtungsgabe auch eine satte Portion des inselüblichen Trockenhumors und stilistische Eier besitzt, entwickelt sich das Buch zu einer erfrischend stimmigen Nabelschau einer orientierungslosen Generation mit munteren Ausflügen unter die Gürtellinie. Komisch und echt.
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