suche

impressum



fundgrube
Die Sekte / Mo Hayder
Ende gut, Anfang gut. Dazwischen aber leider ziemlicher Humbug. Die Autorin Mo Hayder, die ihren ...

weiterlesen

Erklär mir Österreich / Robert Menasse
„Es erscheint aussichtslos. Das Bild, das sich die Welt heute von Österreich macht, ist genauso ...

weiterlesen

Mein Leben als Fön / K.L. McCoy
Wenn wir unseren Lieblingshelden der Gegenwart benennen sollen oder unsere Lieblingsfigur aus der ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Girlfriend No. 44 / Mark Barrowcliffe



Girlfriend No. 44

Mark Barrowcliffe


Bastei Lübbe Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 8/2001
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Nobody is perfect

Das Ganze beginnt mit einem Brief, in dem Harry seine Freundin darüber in Kenntnis setzt, dass sie mit sofortiger Wirkung seine Ex-Freundin ist. Und dieser Abschiedsbrief verspricht einiges: vor allem deshalb, weil er von der ersten bis zur letzten Zeile ein rüdes Machwerk übelster Macho-Niedertracht ist, deren simple Conclusio lautet: „Du bist nicht perfekt.“ Mann denkt sich: Oha, ein Hüftschuss mitten in die süßsaure Fresse politischer Korrekturleser. Frau denkt sich: Was für ein Arschloch. Aber beide knistern vor Neugierde. Und beide werden irgendwie enttäuscht. Denn nach seinem gewagten Sprung von der Klippe landet Mark Barrowcliffe erstmal in eher seichtem Gewässer, in dem er dann, teils ziemlich langatmig, umhertaucht und nach einem roten Faden grundelt – der, wer hätte es geahnt, zur perfekten Frau führt …
Nun ja. Streckenweise ist die Beziehungskiste, in der die typischen Neurosen der Spätneunziger erblühen, subtil gebastelt, manchmal lässt Barrowcliffe auch manchmal auch kurz stilistisch die Bretter vibrieren, warum der Roman allerdings monatelang die britischen Bestsellercharts belagerte, ist nicht zwingend nachvollziehbar. Die an sich witzige Story kommt nie so richtig fett in die Gänge, verliert sich zu oft in schwindsüchtigen Details und konstruierten Metaphern, wobei die spürbar elende Übersetzung auch ein paar massive Staudämme in den Erzählfluss pflanzt. Fazit: fast.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!