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Die allerneueste klassische Sau / Adam Zausel / Eva Zutzel (Hg)



Die allerneueste klassische Sau

Adam Zausel / Eva Zutzel (Hg)


Diana Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 5/2001
Leserschwert-Genre: Stories

Wenn Literatur die Sau rauslässt

Konsequenz ist doch eine schöne Sache: Nach dem Erfolg von „Die klassische Sau“ (1994) und „Die neue klassische Sau“ (1997) suhlt sich nun also „Die allerneueste klassische Sau“ in den dreckigsten Trögen der Literatur. Und es grunzt förmlich nach Bewunderung, dass es den Herausgebern, die auf die schönen Namen Eva Zutzel und Adam Zausel hören, nach den beiden nicht gerade schlanken Schweinsschwarten (534 bzw. 474 Seiten) abermals gelungen ist, 573 versaute Seiten zusammenzustellen, in denen niedrigste Instinkte zu literarischen Höhenflügen ansetzen.
Nach einem kurzen Vorspiel von Robert Gernhardt geht’s gleich ans Eingemachte, wobei sich das saftige Treiben über sechs Kapitel steigert: Wie alles anfängt: Von Anmache zum Zungenkuss, Zur Sache: Von Glans zu Gloria, Eins, zwei, drei – Ganz Viele: Von Partnerschaft zu Partnertausch, Liebesspiele: Von Masturbation über Defloration zur Kopulation, O Wollust, O Hölle: Von Sünde zu Wonne und Experimentelles: Von der Affenschaukel zum Geiersturzflug. Klingt vielversprechend, gell? Vor allem, wenn man liest, wer hier die Sau rauslässt: Die erlesene Autorenliste reicht von einschlägig Bekannten à la de Sade oder François Villon über einige Überraschungs-Sexoten bis hin zu begnadeten Zeitgenossenzynikern wie David Sedaris, Stephen Fry oder Max Goldt.
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