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Philip K. Dick. Sämtliche SF-Geschichten in 10 Bänden / Philip K. Dick



Philip K. Dick. Sämtliche SF-Geschichten in 10 Bänden

Philip K. Dick


Haffmans Verlag
Rezension ist von 2/2001
Leserschwert-Genre: Science Fiction

Der Prophet und sein Bücherberg

Es ist schon verblüffend, wie sich die Zeiten ändern. Noch vor ein paar Jahren galt der amerikanische Autor Philip K. Dick (1928–82) in der Sockelwelt der hehren Literatur als jener Mann, der mit „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ die Vorlage zu Ridley Scotts Kultklassiker „Blade Runner“ geschrieben hatte, darüber hinaus galt er – zumindest im deutschsprachigen Raum – genau nichts.
Doch dann beschloss ein über jeden Schmuddelzweifel erhabener Verlag, sich das Gesamtwerk des Autors (der sich selbst nie so ganz klar wurde, ob seine Visionen göttlichen oder psychotischen Ursprungs waren) zur Brust zu nehmen, und, siehe da, plötzlich jodelten die Kritiker Lobgesänge rauf und runter, in denen auch schon mal „der größte Autor der amerikanischen Gegenwartsliteratur“ bemüht wurde. Tatsächlich aber beginnt der blumige Blödsinn bereits damit, Dick zwanghaft in die SciFi-Schublade zu stopfen, denn hier war kein Phantast, sondern ein Prophet am Werk. Da dieser aber offensichtlich ein Faible dafür hatte, dass ihn seine Leser auch verstehen, und daher einen zwar äußerst gekonnten, aber dennoch ,trivialen‘ Stil pflegte, ging er den Literaturgurus natürlich durch die Lappen. Fazit: Die 10bändige Story-Edition, die jetzt mit „Foster, du bist tot“ abgeschlossen wurde, ist ein gefundenes Fressen für alle Jäger dieses verlorenen Schatzes.
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