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Ich ein Tag sprechen hübsch / David Sedaris



Ich ein Tag sprechen hübsch

David Sedaris


Haffmans Verlag
Übersetzer: Georg Deggerich & Harry Rowohlt
Rezension ist von 1/2001
Leserschwert-Genre: Erzählkunst

Ich ein Buch schreiben hübsch

1999 zählte er – nicht zuletzt aufgrund der kongenialen Übersetzungen von Harry Rowohlt – zu den großen Abräumern am deutschsprachigen Buchmarkt, „Nackt“ und „Fuselfieber“ gingen insgesamt über 100.000 Mal über den Ladentisch. Nun setzt David Sedaris seinen „Roman in autobiografischen Geschichten“ fort, und was viele nicht für möglich gehalten haben, gibt‘s mit „Ich ein Tag sprechen hübsch“ schwarz auf weiß: er ist noch besser geworden. Der Humor, mit dem Sedaris auch diesmal seine Kindheit und Jugend anekdotisch durchstöbert, glänzt aber nicht etwa durch sprachlich aufpolierte Pirouetten oder zynische Untergriffe, sondern schlicht und einfach durch seine bestechende Selbstverständlichkeit. Die Skurrilität seiner Stories scheint die logische Folge einer Beobachtungsgabe zu sein, in der alles wirklich Wesentliche offenbar in leuchtenden Signalfarben daherkommt.
Sedaris tut eigentlich nichts anderes, als diese subjektiven Beobachtungen ohne viel Tamtam zu erzählen. Da er dies aber in einer grenzgenialen Stilmischung aus himmelschreiender Lakonik und äußerster Präzision tut, stellt sich für den Leser das sonderbare Gefühl der Objektivität ein, so als ob man plötzlich dem trüben Lebensfluss auf den Grund blicken kann. Mit der „überschäumenden Phantasie“, die so mancher Kritiker in Sedaris’ Werk entdecken konnte, hat das freilich wenig zu tun, denn die schräge Komik, die den Autor so einzigartig macht, ist in Wirklichkeit die Wirklichkeit.
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