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Cyberskin / Paul Collins



Cyberskin

Paul Collins


Heyne Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 1/2001
Leserschwert-Genre: Science Fiction

Zum aus der Haut fahren

Mad Max hätte seine dunkle Freude. Wir befinden uns im Australien der Zukunft. Auf den Straßen brodelt der kriminelle Abschaum, in den Netzen der korrupten Großkonzerne tummeln sich subversive Cybermörder und die einzig wirklich erquickliche Abwechslung für die hirnstumpfe Masse sind Splatter-Movies, in denen zum Gaudium des Publikums todkranke oder lebensmüde Menschen vor laufender Kamera möglichst spektakulär abgemurkst werden. Der unumstrittene Star dieser Real-Life-Shows, oder besser gesagt, Real-Death-Shows, ist Calloway, eine genetisch hochgezüchtete Killermaschine, die das Wort Skrupel nicht mal buchstabieren kann. Bis er auf die Frau seines Lebens trifft …
„Wer William Gibson mag, wird auch dieses Buch mögen – vielleicht sogar noch mehr,“ verkündet der Klappentext. Und riskiert damit eine ziemlich große Klappe. Für alle Ungläubigen: Mr. Gibson gilt seit seiner Kulttrilogie „Neuromancer“ als Meilensteinmetz der Cyberpunk-Literatur, in dessen Windschatten aber nicht nur Könner wie Neal Stephenson („Snow Crash“) oder Jeff Noon („Gelb“) durch den Wahnsinn surfen, sondern auch tonnenweise Highway-Müll treibt. Leider muss man „Cyberskin“ von Paul Collins samt seinen würzigen Vorschusslorbeeren eher der Müllfraktion anrechnen, wobei neben der sagenhaft uninspirierten Story und einer regelrechten Plagiatsplage auch die saumäßige Übersetzung ihr Schäuflein zum Scheitern beiträgt.
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