suche

impressum



fundgrube
Kalt erwischt / Ben Elton
Polly Slade hat ungewöhnliche Verehrer. Da wäre einmal der junge Psychopath Peter, den ...

weiterlesen

Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich / David Foster Wallace
Keine Ahnung, was sich die Jungs vom Harper's Magazine dabei dachten, als sie den unberechenbarsten ...

weiterlesen

Den Göttern kommt das große Kotzen / Charles Bukowski
Endlich auch auf Deutsch: „Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt. […] Man macht ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Staring at the sun / Jan Drees



Staring at the sun

Jan Drees


Diana Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 9/2000
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Weder Traum noch Therapie

„Das hier ist kein Tagebuch. Es hat nicht das Bedürfnis, wie eines zu wirken. Es ist nicht schön. Es ist zeitweise peinlich. Verwirrend. Man muss nicht alles verstehen. Man sollte fühlen können, was gemeint ist! Nicht mehr. Ok?“ – Ok. Als erstes fühle ich eine mit Vorurteilen gespickte Missgunst, die mich stets beschleicht, wenn ich ein Buch von einem Youngster, der gerade mal 20 Lenze alt ist, aufschlage, dieses „Was will mir der kleine Klugscheißer über das Leben erzählen?“-Gefühl. Und noch dazu mit einem U2-Songtitel am Cover. Als nächstes fühle ich mich dann schlecht. Weil ich mich nämlich gründlich geirrt habe.
„Staring at the sun“ ist ein gutes Buch. Weniger deshalb, weil der junge Autor Jan Drees gut schreiben kann (was er zweifelsohne kann), sondern weil Jan Drees (der nebenbei deutscher Jugendmeister im 800m-Lauf ist) offenbar ein ziemlich interessantes Kerlchen ist. Obwohl sein Alter ego Dennis genau das tut, was Tausende andere Jungautoren-Alter-egos derzeit auch tun (nämlich via Designerdrogen, Markenklamotten und künstlichem Sex reich und schön am Leben vorbeizuschlittern), öffnet Drees’ Tagebuch (das ja keines ist) einen Blick auf die Jugendkultur, der nicht schockierend ist, auch nicht konstruiert, romantisiert oder zurechtbiografiert, weder veredelt noch verdreckt. Der Blick ist einfach. Punkt. Aus. Tatsache. Und das ist – exklusive Berücksichtigung des Alters von Drees – eine erstaunliche Leistung. Inklusive sogar eine ziemliche Glanzleistung.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!