suche

impressum



fundgrube
Ein ganz normales Mädchen / Molly Jong-Fast
Um ganz ehrlich zu sein, gehen mir diese Bücher gehörig auf die Nerven; diese Storys, in denen ...

weiterlesen

Zweimal ist einmal zuviel / Janet Evanovich
„Mit einer Pistole in der Handtasche geht ein Mädchen doch gleich viel beschwingter ...“ ...

weiterlesen

Ich ein Tag sprechen hübsch / David Sedaris
1999 zählte er – nicht zuletzt aufgrund der kongenialen Übersetzungen von Harry Rowohlt – ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Blackbox / Benjamin v.  Stuckrad-Barre



Blackbox

Benjamin v. Stuckrad-Barre


KiWi Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 9/2000
Leserschwert-Genre: Essays

Unerwartete Systemfehler

Man nennt ihn Popautor. Das hat 10 Gründe: Erstens, weil das bei Nick Hornby („High Fidelity“, „About a Boy“) ganz hervorragend geklappt hat; zweitens, weil er mal bei einer Plattenfirma jobbte; drittens, weil sein erster Roman „Soloalbum“ hieß;
viertens, weil er diesen mit einem „Livealbum“ und einem „Remix“ wiederverwertete; fünftens, weil er erst 25 Jahre alt ist; sechstens, weil er aussieht wie ein Popautor; siebtens, weil ihn die Medien lieben; achtens, weil ihn die Medien hassen; neuntens, weil er sich nichts scheißt; und zehntens, weil er selbst ein Popautor sein will.
Benjamin v. Stuckrad-Barre hat es mit viel dampfender Wut im Bauch und einer glänzenden PR im Hirn (oder war’s umgekehrt?) geschafft, als heißester Newcomer Deutschlands über den Ladentisch zu semmeln. Nun liegt mit „Blackbox“ sein viertes Buch vor, und ihm war offensichtlich klar, dass die Zeit der intellektuellen Renitenz abgelaufen ist. Aber genauso offensichtlich war ihm unklar, wohin die Reise gehen soll. Denn die acht Abstürze, die in seiner „Blackbox“ aufgezeichnet sind, bilden am Stück gelesen nicht nur einen formalen Schleuderkurs zwischen Protokoll, Märchen und Dramolett (was witzig ist), sondern werden leider auch von bösen Qualitätsschwankungen heimgesucht (was unwitzig ist). In Storys wie „neustart“ oder „vom netz“ zeigt Barre, was auf seiner Festplatte schlummert, mit der grausam öden „krankenakte dankeanke“ hingegen, wie leicht sich ein Systemfehler selbständig macht.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!