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Blackbox / Benjamin v.  Stuckrad-Barre



Blackbox

Benjamin v. Stuckrad-Barre


KiWi Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 9/2000
Leserschwert-Genre: Essays

Unerwartete Systemfehler

Man nennt ihn Popautor. Das hat 10 Gründe: Erstens, weil das bei Nick Hornby („High Fidelity“, „About a Boy“) ganz hervorragend geklappt hat; zweitens, weil er mal bei einer Plattenfirma jobbte; drittens, weil sein erster Roman „Soloalbum“ hieß;
viertens, weil er diesen mit einem „Livealbum“ und einem „Remix“ wiederverwertete; fünftens, weil er erst 25 Jahre alt ist; sechstens, weil er aussieht wie ein Popautor; siebtens, weil ihn die Medien lieben; achtens, weil ihn die Medien hassen; neuntens, weil er sich nichts scheißt; und zehntens, weil er selbst ein Popautor sein will.
Benjamin v. Stuckrad-Barre hat es mit viel dampfender Wut im Bauch und einer glänzenden PR im Hirn (oder war’s umgekehrt?) geschafft, als heißester Newcomer Deutschlands über den Ladentisch zu semmeln. Nun liegt mit „Blackbox“ sein viertes Buch vor, und ihm war offensichtlich klar, dass die Zeit der intellektuellen Renitenz abgelaufen ist. Aber genauso offensichtlich war ihm unklar, wohin die Reise gehen soll. Denn die acht Abstürze, die in seiner „Blackbox“ aufgezeichnet sind, bilden am Stück gelesen nicht nur einen formalen Schleuderkurs zwischen Protokoll, Märchen und Dramolett (was witzig ist), sondern werden leider auch von bösen Qualitätsschwankungen heimgesucht (was unwitzig ist). In Storys wie „neustart“ oder „vom netz“ zeigt Barre, was auf seiner Festplatte schlummert, mit der grausam öden „krankenakte dankeanke“ hingegen, wie leicht sich ein Systemfehler selbständig macht.
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