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Wölfe fangen / Virginie Despentes



Wölfe fangen

Virginie Despentes


Rowohlt Verlag
Übersetzer: Kerstin Krolak, Jochen Schwarzer
Rezension ist von 6/2000
Leserschwert-Genre: Irre

Die wunderbare Welt der Schockkraft

Stellen Sie sich vor, „Thelma und Louise“ wären nicht brave US-Hausfrauchen, die sich ein Herz nebst einer Wumme nehmen, ins Cabrio hüpfen und Bleifuß geben, um in Klischee eingelegte Rollenbilder plattzufahren, sondern total weggefreakte, zugedröhnte, rammelgeile Französinnen, die ihr geistiges Nirvana mit ein bisschen Hardcore-Sex-&-Crime der Marke „Natural Born Killers“ auffetten wollen. (Oder auch nicht wollen. Wurscht, Hauptsache, es passiert.) Dann haben Sie ein ziemlich komplettes Bild von Nadine und Manu vor Augen, den zwei Heldinnen der französischen Autorin und Regisseurin Virginie Despentes, die diesen Sommer in Frankreich für einigen Tumult im Setzkasten der Moralapostel sorgten.
Die Verfilmung ihres Romans „Baise-moi“ (aus der Hüfte übersetzt „Fick mich“) führte in der Grande Nation zu einer hitzigen Diskussion über die Grenzen der freien Kunst. Eine Auseinandersetzung, die – sollte sich der Film, der es wohl kaum bis Österreich schaffen wird, an seine geschriebene Vorlage halten – in der falschen Liga ausgetragen wird. Denn der Roman, der nun auf Deutsch unter dem lieblichen Titel „Wölfe fangen“ erschien, hat mit Kunst relativ wenig am Hut. Denn trotz der Unmengen an vergewaltigtem Fleisch und vergossenem Blut, hat das Buch genau null Nährwert. Es ist schlicht und einfach „Unterhaltungsliteratur“, die die Oberflächlichkeit ausschließlich dazu verlässt, um sicher zu gehen, dass der Schock auch tief genug sitzt.
Bewertung

Weitere Bücher von Virginie Despentes bei Leserschwert:
» Teen Spirit / Virginie Despentes
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