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To(r)tengräber / Heinrich Steinfest



To(r)tengräber

Heinrich Steinfest


Bastei Lübbe Verlag
Rezension ist von 5/2000
Leserschwert-Genre: Krimi

Wien, wie es leibt und stirbt

Was könnte man Gutes über den Mann sagen? Dass er pünktlich zur Arbeit kam, seinen Fernseher angemeldet hatte, regelmäßig Vitamintabletten schluckte und häusliche Schimmelbildung vermied? Dass er auf seine Zimmerpflanzen achtete, ohne gleich persönlich zu werden, da er dies als esoterisch und in Folge als weibisch empfunden hätte? Was könnte man Schlechtes über ihn sagen? Dass er Blattläuse umbrachte, Zigarettenkippen ins Klo warf, Tageszeitungen las? Nun, Klaus Vavra hatte es nicht so wahnsinnig mit den Kanten, war eher ein tapferer Soldat im Dienste der immerwährenden Belanglosigkeit. Mit Ausnahme eines kleinen, geheimen Vergnügens: Vavra rief wildfremde Frauen an. Er stöhnte dabei nicht, fummelt nicht an sich rum, schimpfte nicht, er hielt nicht einmal die Luft an, nein, er tat nichts. Er horchte einfach in die Muschel. Mehr nicht. Und trotzdem sollte es einer dieser Anrufe sein, der Klaus Vavra in die Tiefe zog, in einen Sumpf aus Intrigen und Verbrechen, mitten rein ins Reich der „To(r)tengräber“.
Obwohl Heinrich Steinfest bei unseren Kollegen von rechts unten, denen mit den Kängurus, geboren wurde, weiß er sehr gut, wie man dem morbiden Wesen Wiens humoristisches Leben einhaucht – freilich mit dem einzigen Zweck, es postwendend wieder aushauchen zu lassen. Und deshalb sei dieser ungewöhnliche Krimineser all jenen ans goldene Wienerherz gelegt, die auch ihre Melange ohne Zucker nehmen …
Bewertung

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