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Talk of the Town / Ardal O’Hanlon



Talk of the Town

Ardal O’Hanlon


List Verlag
Übersetzer: Ulrich Hoffmann
Rezension ist von 3/2000
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Der Fänger im Hopfen

Schnodder-Stories, die stilistisch hart an der Grenze zum Schund dahingrooven (wollen), die das Leben vorzugsweise von hinten und wie ein aufgegeilter Satyr bespringen (wollen), die ihre Querschläger-Weisheiten lässig aus der Hüfte ballern (wollen) und kein anderes Ziel verfolgen (wollen) als den obercoolen Weg, haben zur Zeit Hochkonjunktur. In den Klappentexten finden sich meist vielsagende Sprüche wie „witzig und erfrischend wild“, „der hippste Autor seiner Generation“ oder „jetzt schon ein Kultbuch“. Selbstredend ist der Großteil dieser wilden Kultbücher der hippsten Autoren ihrer Generation unsäglicher Bockmist, der im Windschatten eines Trends herumstinkt. Sie sind das Heu, nun zu den Stecknadeln.
Für die wahren Könner dieses zeitgeistigen Geschnodders bedeutet das natürlich, dass ihre Babys oft mit dem brackigen Bade ausgeschüttet werden – zumindest solange sie noch Nonames sind. Hier hat der Ire Ardal O’Hanlon einen unleugbaren Vorteil – er hat sich auf der Insel bereits als Kino- und TV-Schauspieler einen Namen gemacht und reitet daher via Schaumkrone auf der Schnodder-Literaturwelle. Und zurecht. Denn sein Debüt „Talk of the Town“ spricht – nicht zuletzt dank der großartigen Übersetzung von Ulrich Hoffmann – Echttext, das Ende des 20. Jahrhunderts im O-Ton. Der Humor hängt am Galgen, das Leben ohrfeigt treffsicher und die Story treibt sich selber voran. Der Stil: Schnodder natürlich – aber eben ohne (wollen).
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