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Killer-Parade / Jay Bonansinga



Killer-Parade

Jay Bonansinga


Manhattan by Goldmann Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 11/1998
Leserschwert-Genre: Thriller

Blöd gelaufen

Joe „Slugger“ Flood, ein überaus erfolgreicher Auftragskiller, erfährt von seinem Arzt aus heiterem Himmel, daß er akute Leukämie hat und ihm nur noch wenige Monate bleiben. Da Joe berufsbedingt aber eine ganz besondere Abneigung gegen ein langsames und qualvolles Ableben hat und religionsbedingt seinen letzten Job nicht an sich selber ausführen will, setzt er über einen Mittelsmann und via Internet einen recht ungewöhnlichen Kontrakt aus: sechs Millionen Dollar Kopfgeld auf den Slugger. Die Kollegen sind begeistert, denn immerhin ist Joe eine internationale Berühmtheit in diesem Biz, und jeder Killer giert danach, sich diesen Renommee-Hit als Referenz in seinen Todeslauf einzutragen. Nachdem Joe sich von Freundin und Waffenarsenal getrennt hat und von seiner ultimativen Sauftour heimgesunken ist, teilt ihm sein Anrufbeantworter mit, daß dem Spitalslabor ein kleiner Fehler mit den Blutproben unterlaufen und er kerngesund sei. Doch vor der Tür hört man schon die ersten schweren Schritte …
… und wenige ernüchternde Sekunden später steht der erste trophäengeile Star-Hitter vor dem Slugger und gibt – im wahrsten Sinne des Wortes – den Startschuß zu einer mörderischen Hetzjagd, bei der eine hochspezialisierte „Killer-Parade“ interessante Einblicke in die hohe Kunst des Tötens bietet. Von einem wirklichen Brutalo-Thriller kann aber trotzdem nicht die Rede sein, denn der US-Autor Jay Bonansinga fährt eine derart überzeichnete Kampflinie, daß mit jedem durchgeladenen Magazin auch ein Schuß Humor abgefeuert wird. Trotzdem, wer sich an die Fersen des Sluggers heften will, sollte vorher sicherheitshalber tief durchatmen …
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