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Alles Plastik / David Flusfeder



Alles Plastik

David Flusfeder


Fischer Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 10/1998
Leserschwert-Genre: Chronik

Plastisch erzählt

„Alles Plastik“ erzählt die Geschichte der britisch-jüdischen Familie Levy und die ihrer Firma, der Levy Plastics Company (LPC) – einem gewaltigen Plastik-Imperium, das so ziemlich alles produziert, was sich aus dem unverwüstlichen Billigwerkstoff basteln läßt. An der Spitze von LPC stehen zwei unterschiedliche Cousins, die das Unternehmen jeder auf seine ganz persönliche Weise ruinieren und dem jeweils anderen die Position zutiefst mißgönnen; der grüblerische Howard, der untätig zusieht, wie sein Familienleben den Bach runtergeht, und der machtbesessene Charlie, der seine Sauf-, Koks- und Bettorgien nur unterbricht, um eine seiner kleinen Panikattacken zu erleiden. Als Howard sich geschlagen gibt und das Feld räumt, gibt sich Charlie vollends dem Machtrausch hin. Und stirbt. Als Howard das Feld wieder betritt, ist dieses extrem geschrumpft, und dem Ex-Großindustriellen bleibt nichts anderes übrig, als rothaarige, ungelenke Sexpuppen zu produzieren. Denn die bieten ja bekanntlich auch in Zeiten der allgemeinen Rezession das eine oder andere Verkaufsloch …
Die sogenannte „Große Familiensaga“ ist als Genre selten für mehr als die sogenannten „Großen Gefühle“ gut. Also Breitenkitsch, Allende-Schnulz und Erbtantenfang. Nicht so bei David Flusfeder. „Alles Plastik“, der zweite Roman des jungen britischen Shooting Stars mit dem bezeichnenden Namen, ist ein hintergründiges und urkomisches Buch, das mit brillanten Charakterzeichnungen und feiner Skurrilität zur Sache geht und das postindustrielle Zeitalter mit einem fein geschliffenen literarischen Skalpell zerlegt. Fazit: Alles sehr plastisch.
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