suche

impressum



fundgrube
Wächter des Tages / Sergej Lukianenko
In gewissem Sinne ist es ja unsinnig, dieses Buch zu empfehlen. Denn diejenigen, die den ersten Teil ...

weiterlesen

Ich und die anderen / Matt Ruff
Matt Ruff genießt einen glänzenden Ruf. Das ist nicht nur wortspielerisch bemerkenswert, ...

weiterlesen

Karaoke / Wladimir Kaminer
Dieter Hildebrandt hat Wladimir Kaminer in der ZEIT einmal als „Candide der Normalität“ ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Die Nacht auf den letzten Inseln / Niccolò Ammaniti



Die Nacht auf den letzten Inseln

Niccolò Ammaniti


Manhattan Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 9/1998
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Billiger Reigen

Silvester in Rom: Eine luxuriöse, in einem Außenbezirk gelegene Wohnanlage, genannt Die Inseln, wird zwischen 19.00 Uhr und Mitternacht zum Schauplatz des ganz normalen großstädtischen Wahnsinns. Unten im Keller sitzen Cristano und Fischgräte, kiffen, saufen und schmieden dramatisch-explosive Pläne. Im ersten Stock erfährt das geistlose Busenwunder Guilia von ihrem Anrufbeantworter, daß ihr Lover mit ihrer besten Freundin nicht nur gesellschaftlich verkehrt, und sinnt auf Rache. Im dritten Stock läßt sich der angesehene Rechtsanwalt Rinaldi zur Feier des Tages von einer pubertierenden Domina fäkalerniedrigen. Und oben im Penthouse hetzt der professionelle Gigolo Gaetano der sturzbesoffenen Geilgräfin Sinibaldi eine komplette Fußballmannschaft aus der Provinz an den verhutzelten Hals. Die Situationen eskalieren, die Katastrophen werden unausweichlich, und es kommt zum großen mitternächtlichen Showdown …
„Eine neue und beeindruckende Stimme, klar und frei und mit einem besonderen Witz. Ammaniti wird als Autor noch weit kommen, es lohnt sich, ihm schon jetzt zu folgen“, schrieb das italienische Erfolgsduo Fruttero & Lucentini dem Newcomer Niccolò Ammaniti zum Geleit. Nun, „Die Nacht auf den letzten Inseln“ (Manhattan) ist tatsächlich klar und frei: klar insofern, als daß sie – trotz ihrer entsetzlich innovativen Realzeitkapitel – ungefähr so raffiniert konstruiert ist wie eine Fertigteilblockhütte aus Schweden, und die Freiheit des Shooting-Stars offenbart sich vorder-, hinter- und abgründig als blanker, stilistischer Nudismus. Und was den besonderen Witz anbelangt, so kann damit eigentlich nur dieses Buch insgesamt gemeint sein.
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!