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Max und Minnie / Philippe Blasband



Max und Minnie

Philippe Blasband


Fretz & Wasmuth Verlag
Rezension ist von 2/1998
Leserschwert-Genre: Beziehung und so

Erste Liebe, ewige Liebe

Max & Minnie = LAEOS (Liebe auf ewig ohne Scheidung) kritzelt Max an die Wände des Klos in der Schule – aber nur ganz klein. Dennoch ist sich Max dieser eigenartigen Sache mit der Liebe nicht so sicher. Was kann Liebe überhaupt, wo spürt man sie, und wen oder was verändert sie eigentlich …? Max ist zehn Jahre alt und dick, wird von seiner alleinerziehenden Mutter erfolgreich verfürsorglicht, er ist schüchtern und ängstlich und dient in der Schule (folgerichtig) als besonders beliebtes Weichobjekt der pubertären Grausamkeitsbegierden seiner Mitschüler. Aber als Max im Hause seines steinreichen, aber ebenso toten Onkels seine Cousine Minnie – mager, kühn und rotzig-renitent – kennenlernt, springt sein noch zielloser Lebensweg in eine neue Schiene. Max wird mutig, fast aufsässig, er stellt sich der Herausforderung „Minnie“ und damit den Herausforderungen des Lebens, er hört auf, seine Angst in Form von ganzen Kühlschrankladungen in sich hineinzufressen, und er schnuppert an der Freiheit, die es da irgendwo gibt. An der Liebe, die es da irgendwo gibt. Aber dann ist plötzlich alles ganz anders …
Der belgische Autor Philippe Blasband läßt auf sehr wohltuende Art und Weise offen, wie autobiographisch „Max und Minnie“ sind. Er bleibt bei seiner Figur, die diese Welt einfach noch nicht – vielleicht auch niemals – verstehen kann und beschränkt sich in seiner prägnanten Erzählung darauf, Gefühle, die jeder (es sei denn, er/sie ist als Erwachsener auf die Welt gekommen) in der einen oder anderen Variation wiedererkennen wird, in aussagekräftige Bilder zu verpacken – wirklich fein!
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